Mit diesem Bio-Raumanzug kannst Du auf dem Merkur überleben

Dieser Bio-Raumanzug erinnert eindeutig an menschliche Organe. Dieser Bio-Raumanzug erinnert eindeutig an menschliche Organe. (© 2014 Facebook/Deskriptiv)

Wer wollte nicht schon immer mal auf einem fremden Planeten herumspazieren? Wie der passende Raumanzug für besonders lebensfeindliche Gegenden wie den Merkur aussehen könnte, zeigt nun eine Forscherin des MIT.

Die MIT-Professorin Neri Oxman hat in Zusammenarbeit mit dem Design-Duo Deskriptiv und den 3D-Druck-Experten Stratasys Konzepte für biologische Raumanzüge entworfen. Damit sollen Menschen auf dem Merkur oder einem Jupiter-Mond überleben können. Wie das Ganze aussieht, zeigt das Tech-Magazin Wired. Die vier Wearables-Entwürfe für das Designprojekt "Wanderers" wirken auf den ersten Blick tatsächlich sehr futuristisch und teilweise wie menschliche Organe.

Raumanzüge beherrschen Fotosynthese und Biomineralisierung

"Einige sind so designt, dass sie Fotosynthese beherrschen und Tageslicht in Energie umwandeln können", erklärt Oxman. Ein anderer Raumanzug beherrscht Biomineralisierung, um menschliche Knochen zu stärken. Warum die Bio-Anzüge solche ungewöhnlichen Fähigkeiten haben, begründet die MIT-Professorin mit den lebensfeindlichen Bedingungen auf einigen Planeten und Himmelskörpern. "Erdrückende Schwerkraft, ammoniakhaltige Luft, lange Dunkelheit und Temperaturen, die Glas zum Kochen bringen und Kohlenstoffdioxid gefrieren lassen", beschreibt Oxman die Zustände auf Merkur und Co.

Die Konzepte für die Bio-Wearables wurden mit Hilfe von Stratasys schließlich als echte 3D-Objekte ausgedruckt. Obwohl die besonderen Raumanzüge natürlich noch Zukunftsmusik sind, hat Oxman bereits das nächste Etappenziel gesetzt. So sollen spezielle Wearables mit 3D-Druckern gebaut werden, durch die tatsächlich lebende Materie fließen kann.