Mit iPhone zahlen: Peer-to-Peer-System für Apple Pay geplant

Apple Pay ist in Deutschland noch nicht gestartet. Apple Pay ist in Deutschland noch nicht gestartet. (© 2015 picture alliance / dpa)

Apple will offenbar sein mobiles Bezahlsystem Apple Pay um ein interessantes Feature erweitern. Mit einer Peer-to-Peer-Funktion könnte in Zukunft Geld direkt via iPhone an Freunde überwiesen werden.

Apple verhandelt angeblich gerade mit US-Banken über ein neues Bezahlsystem, das ähnlich wie die Plattform Venmo von PayPal direkte Geldüberweisungen an andere Personen erlauben würde. Das will das Wall Street Journal in Hintergrundgesprächen erfahren haben. Die Planungen sollen sich allerdings noch im frühen Anfangsstadium befinden. Ungeklärt sei unter anderem die Frage, wie dieses Peer-to-Peer-System (P2P) in die bestehende Infrastruktur der Banken integriert werden könnte. Offen ist auch, ob Apple mit dieser Funktion Geld verdienen möchte oder es kostenlos anbieten will, um noch mehr Nutzer zum Umstieg aufs iPhone zu bewegen.

Mobile Payment in Deutschland noch nicht sehr verbreitet

Falls der Konzern das P2P-Feature tatsächlich in Apple Pay integrieren würde, käme er reichlich spät in den Markt. Plattformen wie Venmo, Square oder Google Wallet bieten ähnliche Funktionen schon seit Längerem und werden zumindest in den USA immer beliebter. Dort werden P2P-Überweisungen vor allem für kleine Transaktionen wie den gemeinsamen Kauf eines Geschenks oder das Bezahlen einer Restaurantrechnung genutzt.

In Deutschland hingegen – traditionell ein Land mit geringer Kreditkartenverbreitung – steckt Mobile Payment noch in den Kinderschuhen. Während Apple Pay in den USA bereits seit Oktober 2014 funktioniert und im Juli 2015 auch in Großbritannien gestartet wurde, steht für Deutschland noch immer kein Release-Termin fest.