Nach dem fliegenden kommt das autonom fliegende Auto

Aus dem AeroMobil 3.0 Prototyp soll bis 2017 ein serienreifes Flugauto werden. Aus dem AeroMobil 3.0 Prototyp soll bis 2017 ein serienreifes Flugauto werden. (© 2015 YouTube/AeroMobil)

Alle großen Autohersteller, ja sogar Google und Apple arbeiten an selbstfahrenden Autos. Das slowakische Unternehmen AeroMobil denkt bereits einen gewaltigen Schritt weiter: Die Entwickler wollen bis 2017 ein Flugauto zur Serienreife bringen. Und einige Zeit später soll auch dieses vollkommen autonom unterwegs sein.

Dass Autos die Straßen dieser Welt verstopfen, könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Zumindest, wenn es nach den slowakischen Tüftlern von AeroMobil geht. Sie wollen ihr Flugauto bis 2017 zur Marktreife entwickelt haben. Und da autonom fahrenden Autos nach Ansicht vieler Autobauer die Zukunft gehört, soll auch das AeroMobil bald unabhängig vom Piloten funktionieren. Davon sprach der AeroMobil-CEO Juraj Vaculik laut CNET auf dem Technik-, Musik- und Filmfestival South by Southwest (SXSW).

Fliegen ohne Pilotenschein?

Mit ihrem aktuellen AeroMobil 3.0 Prototyp sind die slowakischen Entwickler in der engeren Auswahl der SXSW Innovation Awards. Doch was die kreativen Köpfe für die nächsten zehn Jahre geplant haben, ist wahrlich noch innovativer als der Hybrid aus Auto und Flugzeug. Derzeit muss der Mensch, der das AeroMobil fährt, nämlich noch einen Pilotenschein besitzen, um abheben zu dürfen. Mit den passenden Algorithmen könnten das künftig jedoch Computer übernehmen – und zwar besser als jeder Mensch, prophezeit Unternehmenssprecher Stefan Vodocz.

Der AeroMobil 3.0 Prototyp ist Auto und – dank ausfahrbarer Tragflächen – Flugzeug in einem. Das Fahrzeug ist in der Lage, auf etwa 250 Meter langen Grasstreifen zu starten, eine asphaltierte Startbahn benötigt es nicht mehr. Einmal serienreif, soll es kombinierte Strecken von rund 800 Kilometern zurücklegen können und den Verkehr so entlasten. Zu den größten Herausforderungen des Unternehmens zählen jedoch bürokratische Hürden. Nur wenn sie genommen werden, kann das AeroMobil 2017 tatsächlich auf den Markt kommen. Normale Autos wird es dann aber sicher nicht verdrängen – mit einem anvisierten Preis von mehreren Hunderttausend Euro zählen vor allem "wohlhabende Supersportwagenkäufer" zur Zielgruppe des Flugautos.