Nach Pinkel-Affäre: Google Map Maker ab heute deaktiviert

Für diesen Fauxpas hat sich Google öffentlich entschuldigt. Für diesen Fauxpas hat sich Google öffentlich entschuldigt. (© 2015 Screenshot Google Maps)

Schluss mit lustig! Ab heute ist die Anwendung Google Map Maker vorübergehend nicht nutzbar. Nach dem peinlichen Pinkel-Eklat bei Google Maps hat das US-Unternehmen jetzt durchgegriffen und die Funktion gesperrt. Erst wenn der Internetriese eine funktionierende Abwehr gegen Spam eingerichtet hat, sollen Nutzer wieder Karten bei Google editieren können.

Ende April hatte sich Google bei Konkurrent Apple entschuldigen müssen – ein Nutzer hatte den Google Map Maker genutzt, um in dem Kartendienst ein Android-Maskottchen einfügen zu können, das auf das Apple-Logo uriniert. Was bei vielen Nutzern für Belustigung sorgte, war für den Mega-Konzern ziemlich peinlich und gipfelt nun in der temporären Abschaltung der Editierfunktion, die seit Dienstag in Kraft getreten ist. Das gab Googles Product-Managerin Pavithra Kanakajaran im Help-Forum des Google Map Maker bekannt.

Das Sicherheitssystem wird geprüft

Wie aus der Mitteilung der Google-Mitarbeiterin hervorgeht, hat die Spam-Belastung bei Google Maps in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen – das pinkelnde Android-Maskottchen war offenbar nur die Krönung einer negativen Entwicklung. Daher werden momentan alle von Nutzern mit dem Google Map Maker hinzugefügten Objekte überprüft. Zudem steht der bisherige Kontrollmechanismus auf dem Prüfstand. Bisher wurden die editierten Ergänzungen automatisch nach Späßchen sowie weiterem Spam überprüft und User konnten Auffälligkeiten melden. Hier sollen fortan "intelligentere Mechanismen" eingeführt werden.

Über die Länge der Deaktivierung konnte der US-Gigant noch keine detaillierten Angaben machen. Ziel sei es laut der Mitteilung, dass die Ergänzungen der Nutzer wieder "so schnell wie möglich" online gehen können. Mit dem Google Map Maker können User Gebäude, Straßen, landschaftliche Besonderheiten und viele andere Dinge bei Google Maps einfügen oder bestehende Objekte editieren.