Nerd-Traum: Dieser Mech Suit ist im Internet erhältlich

Warum nicht mal mit dem Mech statt mit dem Auto zur Arbeit? Das würde auch die Parkplatzsuche erleichtern. Warum nicht mal mit dem Mech statt mit dem Auto zur Arbeit? Das würde auch die Parkplatzsuche erleichtern. (© 2015 Facebook/Suidobashi Heavy Industry)

Einmal in einem waffenstarrenden, tonnenschweren Mech Suit durch die Gegend stapfen – davon träumen Nerds weltweit. Aber weil es im Jahr 2015 nahezu nichts gibt, das es nicht gibt, kann man so einen Robo-Kampfanzug jetzt sogar bei Amazon bestellen – zumindest in Japan.

120 Millionen Yen, umgerechnet 874.000 Euro, kostet der Mech Suit mit dem Namen Kuratas bei Amazon Japan. Er ist ein Einzelstück und stammt vom Hersteller Suidobashi Heavy Industry. Bevor Mech-Fans mit dem nötigen Kleingeld jetzt aber hektisch auf den Bestell-Button drücken, sollten sie lieber genauer hinschauen – die Sache hat nämlich ein paar Haken.

Mech Suit ist nur ein Starter-Kit

Eindrucksvoll sieht er ja aus, der Kuratas – aber natürlich nur mit seinen Robo-Armen. Und genau die sind im Lieferumfang nicht enthalten, der Mech Suit ist nämlich als "Kit" deklariert, also quasi als Bausatz. Die Arme wiederum lassen sich auf der japanischen Amazonseite des Herstellers nicht finden. Seltsam scheinen auch die Portokosten von umgerechnet 2,50 Euro. Das erscheint uns doch verdächtig wenig für ein Paket, das grob geschätzt fünf Tonnen wiegt.

Mech-Enthusiasten müssen sich nun aber nicht übermäßig ärgern, denn der Kuratas wird nur in die Kanto-Region in Japan geliefert. Bestellungen von irgend einem anderen Ort auf der Welt können leider nicht bearbeitet werden.

Ist der Kuratas-Roboter nur ein PR-Gag?

Wer jetzt langsam den Verdacht bekommt, dass es sich beim Kuratas-Mech für den Heimgebrauch nur um einen ausgefallenen PR-Gag handelt, liegt allerdings falsch. Der Mech ist tatsächlich echt und wurde als Prototyp bereits 2012 enthüllt.

Das offizielle YouTube-Video zeigt uns ein paar "Features" des Kampfroboters. So kann der Kuratas Wasserflaschen schießen – die "gelegentlich" sogar ihr Ziel treffen würden – und mittels einer BB-Gatling-Gun 6000 Luftgewehr-Kugeln verballern. Und wie löst man das Bombardement aus? In dem man freundlich lächelt – nein, ehrlich!