Netflix drehte Staffel 3 von "House of Cards" in 6K-Auflösung

House of Cards: Die dritte Staffel wurde in 6K-Auflösung gedreht. House of Cards: Die dritte Staffel wurde in 6K-Auflösung gedreht. (© 2015 Facebook/House of Cards)

Optisch ist Netflix mit seiner Serien-Eigenproduktion "House of Cards" seiner Zeit weit voraus. Die schon recht hohe Auflösung von 4K ist seit längerem Standard, jetzt wurde aber bekannt, dass die Serien-Folgen sogar in 6K gedreht wurden. Ausgestrahlt wird die Staffel aber maximal in 4K.

Der Hollywood-Reporter meldet jetzt, dass Staffel 3 der populären Serie "House of Cards" um den smarten und durchtriebenen US-Politiker Francis Underwood fürs Archiv und die spätere Verwendung in 6K gedreht wurde. Gesendet wird die dritte Staffel natürlich nach wie vor in maximal 4K, aber für eine spätere Verwendung wird die höher aufgelöste Version elektronisch eingelagert.

4k mit Ultra-HD-Fernsehgerät

Nur wer jetzt schon über die Bandbreite und die technische Ausstattung verfügt – nötig ist ein Ultra HD-Fernsehgerät – kommt in den Genuss der höheren Auflösung. Die 4K-Auflösung bietet viermal so viele Bildpunkte wie die derzeit weitverbreitete Full HD-Auflösung, die 6K-Variante dementsprechend mehr.

Viel größer sind auch die Datenmengen: Die 6K-Dateien sind ungefähr 5,5 Terabytes pro Episode groß, die etwa eine Stunde dauert. Die 4K-Variante kommt im Vergleich dabei nur auf 2,5 Terabytes. Dieser Größenzuwachs und der damit verbundene Speicherplatzhunger vergrößert auch die Produktionskosten pro Folge erheblich.

"House of Cards" hat wegen der überraschenden Wendungen und des hohen Realismus weltweit eine große Fangemeinde erobert. Für das Ende von Staffel 3 hagelte es aber in den sozialen Netzwerken auch reichlich Prügel, weil nach Ansicht Kritiker durch den Schluss die vorhergehenden Folgen weitestgehend ad absurdum geführt wurden.