Neuartige 3D-Drucker-Technologie erinnert an "Terminator 2"

"Continuous liquid interface production of 3D objects" – hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich womöglich die Zukunft des 3D-Druckers. Die am Montag vorgestellte Technologie erinnert stark an "Terminator 2". Und das kommt nicht von ungefähr.

Wer sich das Video von Carbon 3D ansieht, denkt wahrscheinlich sofort an das flüssige Metall aus "Terminator 2". Denn genau davon haben sich die Wissenschaftler um Joseph DeSimone von der University of North Carolina inspirieren lassen, berichtet Vox. Das neue 3D-Druckverfahren sieht aber nicht nur spektakulär aus, sondern bringt auch einige Vorteile im Vergleich zu konventionellen 3D-Druckern mit.

Bisherige 3D-Drucker fertigen Schicht für Schicht

Bisher erhältliche 3D-Drucker funktionieren alle mehr oder weniger nach demselben Prinzip: Ein Druckkopf fährt über eine Plattform und baut das 3D-Modell Schicht für Schicht auf, indem er an der geforderten Stelle Material – im Regelfall Plastik – abgibt. Das dauert je nach Vorlage mehrere Stunden. Was sich die Forscher der US-amerikanischen Universität ausgedacht und unter dem Firmennamen Carbon 3D verkaufen wollen, arbeitet vollkommen anders.

3D-Drucke dauern Minuten statt Stunden

Statt langsam aus Schichten aufgebaut, wird das gewünschte 3D-Objekt hier kontinuierlich aus einem Bad flüssigen Materials herausgezogen. Das basiert auf dem Prinzip der Photopolymerisation. Denn das flüssige Material härtet aus, wenn es von UV-Licht getroffen wird. Um die gewünschte Form herzustellen, kommt dabei ein Projektor unter dem Flüssigkeitsbehälter zum Einsatz. Er beschießt die Flüssigkeit mit Querschnittsbildern des gewünschten Objekts. Eine Schicht Sauerstoff verhindert, dass die Figur einfach aushärtet und am Boden des Behältnisses kleben bleibt. Stattdessen wird es von einer Plattform langsam aber kontinuierlich aus der Flüssigkeit herausgezogen.

Der große Vorteil: Das 3D-Drucken dauert Minuten statt Stunden. Allerdings handelt es sich bisher noch um einen Prototyp. Laut Vox will Carbon 3D jedoch in etwa einem Jahr den neuen 3D-Drucker auf den Markt bringen. Ein Preis ist noch nicht bekannt.