Neue Bluetooth-Version macht das Smart Home sicherer

Das Smart Home wird künftig noch smarter mit Bluetooth 4.2. Das Smart Home wird künftig noch smarter mit Bluetooth 4.2. (© 2014 picture alliance / dpa Themendienst)

Mit Bluetooth 4.2 wird das Smart Home sicherer und schneller. Geräte, die den neuen Standard unterstützen, werden sich künftig direkt ins Internet einwählen können.  So kann das Smart Home noch flexibler bedient werden.

Wie The Verge berichtet, unterstütze Bluetooth ab sofort den neuen Standard 4.2. Dieser bringt einige Verbesserungen mit sich. Nicht nur, dass drahtlose Verbindungen jetzt schneller und sicherer werden sollen.  Vor allem Nutzer eines Smart Homes sollten aufhorchen: Bluetooth 4.2 ermöglicht es vernetzten Geräten, sich über die Router-Funktion per IP-Verbindung direkt ins Internet einzuwählen, sofern sie diese Technik unterstützen.

Smart Home ohne "Mittelsmann"

Das bedeutet, dass smarte Türsensoren, Thermostate oder Glühlampen direkten Zugriff auf das Netzwerk erhalten, ohne dass ein elektronischer "Mittelsmann" wie ein Hub dazwischengeschaltet sein muss. Ärgerliche Situationen, in denen manche Geräte nicht miteinander kommunizieren können, sollten so der Vergangenheit angehören.

Personensuche ist nun optional

Auch nützlich: Der neue Standard unterbindet nun die automatische Ortung von Personen und Geräten. Viele Geschäfte in den USA nutzen so genannte "Beacons" – schwache Transmitter, die Kunden orten, ihnen Nachrichten schicken und sogar den Weg weisen. Mit dem neuen Standard 4.2 müssen Nutzer nun erst ihre explizite Zustimmung zur automatischen Erkennung geben, ansonsten wird das Peilsignal blockiert.

Das neue Bluetooth verbraucht weniger Energie als der vorherige Standard, ist dabei aber deutlich schneller. Das Resultat: Daten werden bis zu zweieinhalb mal schneller übertragen als bisher.

Bluetooth 4.2 ermöglicht das "Internet der Dinge"

Laut den Tüftlern hinter Bluetooth 4.2, der Bluetooth Special Interest Group, soll der neue Drahtlosstandard den Grundstein für das "Internet der Dinge" sein. Hinter diesem im Deutschen etwas holprigen Begriff verbirgt sich der Wunschtraum eines wahrhaft weltumspannenden Netzwerks, mit dem so ziemlich alles verbunden ist, was wir im täglichen Leben nutzen.

Einer Prognose von Harvard Business Review  zufolge werden im Jahr 2020 wahnwitzige 28 Milliarden "Dinge" an das Internet angeschlossen sein.