Neuer Microsoft-Browser: Aus Spartan wird Edge

Microsoft stellte Edge auf der Build-Konferenz in San Francisco vor. Microsoft stellte Edge auf der Build-Konferenz in San Francisco vor. (© 2015 picture alliance / AP Images)

Jetzt ist es amtlich: Der neue Browser von Microsoft wird Edge heißen. Auf der Entwicklerkonferenz Build 2015 verkündete der Windows-Konzern die Namensänderung für den bislang als "Project Spartan" bekannten Browser-Neustart.

Mit Edge wird vieles neu – außer dem Logo, das sehr an den Internet Explorer erinnert. Ganz wollte sich Microsoft vom alten Browser anscheinend doch nicht trennen. Ansonsten ist vieles anders: Edge ist ein Browser ohne überflüssige Spielereien. Microsoft verzichtet bei der Software auf alles, was das Surfen langsam machen kann: Bunte Icons, komplexe Menüs – alles fällt der Devise zum Opfer, dass die Webseite im Vordergrund stehen soll. Edge will ein richtiges Arbeitstier sein, mit eingebauter Notiz- und Teilen-Funktion. Dennoch wird Edge alle Erweiterungen für Firefox und Chrome schlucken – es sind nur winzige Änderungen nötig.

Microsoft Edge: Cortana-Einbindung und Stylus-Unterstützung

Neu in Edge ist auch die Einbindung von Cortana, Microsofts virtueller Sprachassistentin. Der Dienst wird sich dabei nicht penetrant aufdrängen und einfach drauflosplappern, sondern soll nur bei bestimmten Aktionen des Users Hilfe anbieten. Zudem können Webseiten jetzt mit einem Stylus bearbeitet werden. Das hört sich alles nicht schlecht an, erste Benchmark-Tests von Project Spartan waren vielversprechend. Mit Edge könnte Microsoft ein Revival im umkämpften Browser-Markt gelingen. Edge wird mit Windows 10 voraussichtlich im Juli ausgeliefert.