Nvidia Shield: Die erste Android-TV-Konsole kommt mit 4K

Sie sieht aus wie eine Mischung aus Xbox und PlayStation: die Nvidia Shield. Sie sieht aus wie eine Mischung aus Xbox und PlayStation: die Nvidia Shield. (© 2015 YouTube/Nvidia)

Der Chiphersteller Nvidia hat auf der Games Developers Conference eine eigene Spielekonsole angekündigt. Die kleine schwarze Box wird Shield heißen, mit umfangreichen Streaming-Funktionen kommen und eine Videowiedergabe in 4K-Auflösung ermöglichen.

Nvidia will den Spielemarkt erobern. Die auf Android TV basierende Konsole Shield hat den leistungsstarken Tegra-X1-Chip verbaut, der für eine etwa doppelt so hohe Rechenleistung wie bei Microsofts Xbox 360 sorgen soll. Das berichten die Kollegen von The Verge, die bereits jede Menge Fotos der kompakten Spielekiste machen konnten. Nvidia Shield wird über 3 GB RAM und 16 GB Flash-Speicher für Download-Spiele verfügen, der Speicherplatz ist allerdings per microSD oder USB 3.0 noch erweiterbar. Bei einer ersten Demonstration liefen die Shooter "Doom 3" und das Grafikmonster "Crysis 3" störungsfrei. Das bedeutet: Die Android-Konsole wird auch Spiele mit der CryEngine unterstützen. Aktuellere Spiele wird der Chiphersteller künftig über seinen eigenen Onlineservice namens Grid anbieten.

Nvidia Shield spielt Videos in 4K ab

Videos und Streams wird Shield in der gestochen scharfen 4K-Auflösung wiedergeben, was bislang nicht mal die PS4 und die Xbox One beherrschen. Der populäre Streaming-Dienst Twitch ist sogar ab Werk vorinstalliert, beliebte Anbieter wie Netflix und Co. unterstützt die Konsole aber auch. Eine separat erhältliche Fernbedienung, die auf Stimmkommandos reagiert, soll das Stöbern in der virtuellen Videothek besonders komfortabel machen.

Nvidia Shield wird im Mai in den USA für 199 Dollar erscheinen, Details zu einem Release in Deutschland sind noch nicht bekannt. Ob die Nvidia-Konsole den etablierten Platzhirschen PS4 und Xbox One Konkurrenz machen kann, wird letztlich von den angebotenen Spielen abhängen – denn als reine Multimedia-Streaming-Box dürften knapp 200 Euro als Kampfpreis vielen potenziellen Käufern zu hoch sein. Man darf nicht vergessen: Fernseher, die 4K-Wiedergabe unterstützen, sind noch nicht allzu weit verbreitet.