Release des HTC Grip auf unbestimmte Zeit verschoben

Der Fitness-Tracker HTC Grip wurde aufgrund unzureichender Qualität verschoben. Der Fitness-Tracker HTC Grip wurde aufgrund unzureichender Qualität verschoben. (© 2015 Facebook/Under Armour)

Im Zuge der Präsentation des Smartphones HTC One M9 Anfang März kündigten die Taiwaner mit dem HTC Grip auch einen Fitness-Tracker an. Der Release war für das Frühjahr anvisiert, allerdings konnte das Wearable den Qualitätsansprüchen offenbar nicht genügen.

Anfang März stellte HTC anlässlich der Präsentation des One M9 auf dem MWC (Mobile World Congress) mit dem Wearable HTC Grip auch seinen ersten Fitness-Tracker vor.  Das Armband wurde in Zusammenarbeit mit dem US-Sportartikelhersteller Under Armour entwickelt und sollte ursprünglich sein Release im Frühjahr feiern. Doch daraus wurde nichts, wie ein Unternehmenssprecher von HTC auf Nachfrage von Mashable nun bestätigte. So heißt es unter anderem, nach ausführlichen Tests und diversen Feedbacks von ausgewählten Usern habe man sich dazu entschieden, das Wearable später auf den Markt zu bringen – und zwar irgendwann "später im Jahr". Kurzum darf man getrost schlussfolgern: Die Qualität des HTC Grip war anscheinend völlig unzureichend. Die Kunden waren offenbar nicht bereit für ein weiteres nicht ausgereiftes Wearable.

HTC Grip von Under Armour sollte für 199 Dollar erscheinen

Offiziell aufgegeben wurde das Fitness-Gadget vom taiwanesischen Hersteller HTC zwar nicht. Die äußerst lange Entwicklungszeit für einen Fitness-Tracker dieser Art darf aber dennoch überraschen. Das HTC Grip soll laut dem Hersteller nun an weitere Produkte aus dem Fitness-Bereich angepasst werden. Weitere Details zum geplanten Produkt-Portfolio gab HTC jedoch nicht bekannt. Ursprünglich sollte der Fitness-Begleiter HTC Grip für 199 Dollar in den Handel kommen – ausgestattet mit GPS und einem P-OLED-Touchscreen.

Auch sonst steht es aktuell um HTC nicht so gut. Der Smartphone-Hersteller aus Taiwan enttäuschte zuletzt mit schlechten Geschäftszahlen im zweiten Quartal 2015 und konnte seine selbst gesteckten Ziele nicht ansatzweise erreichen. So musste HTC einen Nettoverlust von umgerechnet rund 236 Millionen Euro verbuchen. Auch der Umsatz fiel unter die Grenze von 1 Milliarde Euro.