Samsung Galaxy Note 5 soll neue Sicherheitsmaßstäbe setzen

Das Galaxy Note 5 soll neue Maßstäbe bei der Sicherheit setzen. Das Galaxy Note 5 soll neue Maßstäbe bei der Sicherheit setzen. (© 2015 YouTube/Ivo Maric)

Samsung möchte mit dem Galaxy Note 5 neue Maßstäbe im Bereich Sicherheit setzen. Erstmals soll bei dem Phablet eine Software-Lösung zum Einsatz kommen, die direkt mit dem Prozessor verknüpft ist. Auf diese Weise können die Sicherheitssysteme wesentlich schneller arbeiten als auf vergleichbaren Geräten.

Mit seiner Galaxy Note-Reihe spricht Samsung traditionell nicht nur Privatnutzer an, sondern auch Kunden, die das Smartphone geschäftlich nutzen. Besonders diese Klientel möchte der Hersteller nun offenbar mit einer neuen Sicherheitslösung begeistern, die gemeinsam mit dem Unternehmen Oberthur Technologies entwickelt wurde. Mit dem Konzern arbeitete Samsung bereits bei den Smartphones Galaxy S4, S5, S6 und S6 Edge zusammen. Zum Einsatz kommen soll das nun neu konzipierte System erstmals beim kommenden Galaxy Note 5, wie Oberthur-Chef Didier Lamouche gegenüber dem Korea Herald erklärte.

Software und Prozessor arbeiten Hand in Hand

Bei der neuen Sicherheitslösung handelt es sich demnach um eine Software, die direkt mit dem Prozessor des Smartphones verknüpft ist. Auf diese Weise könne das Programm deutlich schneller mit der Hardware kommunizieren. Die gesamte Sicherheits-Software soll dadurch mit wesentlich höherer Geschwindigkeit arbeiten als vergleichbare Systeme. Auch der Fingerabdruckscanner werde von der neuen Security-Lösung profitieren. Wie genau das System arbeitet und welche Prozesse im Detail abgesichert werden, eklärte Lamouche jedoch nicht.

Eine zentrale Rolle könnte jedoch der neue All-in-One-Chip Exynos 7430 spielen, der Gerüchten zufolge erstmals beim Galaxy Note 5 zum Einsatz kommen soll. Dieser vereint zahlreiche Bauteile wie Prozessor, GPU, Arbeitsspeicher und LTE-Modem in einem Chip und soll damit für ein reibungsloses Zusammenspiel der Komponenten sorgen. Gut möglich, dass Samsung mit der Single-Chip-Lösung auch einen neuen Sicherheitsstandard etablieren möchte.

Auch Mobile Payments sollen sicherer werden

Eine Zusammenarbeit zwischen Samsung und Oberthur Technologies soll es jedoch auch im Bereich Mobile Payment geben, um die Sicherheit der dort übermittelten Daten zu gewährleisten. Dabei scheint vor allem der von Apple bisher vernachlässigte europäische Markt im Fokus der beiden Unternehmen zu stehen. Derzeit befinde sich der Sicherheitsexperte in Gesprächen mit drei bis vier führenden europäischen Banken. Ziel der Verhandlungen sei es, ein Ökosystem zu schaffen, welches Nutzer, Geräte und Dienste verbindet. Auf die Konkurrenz zwischen Samsung und Apple im Bereich der Mobile Payments angesprochen, sagte Lamouche, dass sich seiner Meinung nach die Systeme durchsetzen werden, die mit offenen Standards arbeiten. Der Schlüssel zur mobilen Welt sei aus seiner Sicht die Offenheit.