Samsung und Samsonite entwickeln smarte Koffer mit GPS

Samsung und Samsonite arbeiten am intelligenten Koffer. Samsung und Samsonite arbeiten am intelligenten Koffer. (© 2015 Picture Alliance/Michael Esdourrubailh)

Nach Smartphones, Smart TVs und Smartwatches könnten als nächstes smarte Koffer auf uns zukommen. Die Unternehmen Samsung und Samsonite arbeiten bereits an Gepäckstücken, die mit GPS-Sensoren ausgestattet sind und sich am Flughafen sogar selbst einchecken können.

Wenn Gepäckstücke an Flughäfen oder Bahnhöfen verloren gehen, ist der Ärger in der Regel groß. Geht es jedoch nach dem Koffer-Hersteller Samsonite, so könnte dieses Problem bald der Vergangenheit angehören. Denn wie die britische Zeitung Daily Mail berichtet, arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit dem Technologiekonzern Samsung derzeit am intelligenten Koffer der Zukunft. Dieser soll mit GPS-Sensoren ausgestattet sein, die ein Wiederfinden deutlich erleichtern.

Selbstfahrende Koffer – nur Zukunftsmusik?

Damit der Koffer gar nicht erst verloren geht, soll dieser zusätzlich mit einem Signalgeber ausgestattet sein, der einen Ton abgibt, sobald sich der Besitzer zu weit von diesem entfernt. Außerdem vorgesehen ist ein Wärmesensor, der davor warnt, wenn die Temperatur im Inneren des Koffers einen bestimmten Wert überschreitet. Dies könnte vor allem für den Transport von Lebensmitteln und anderen temperaturempfindlichen Gütern wichtig sein. Während diese Features relativ leicht umzusetzen sind, gehen die Planungen von Samsonite und Samsung jedoch bereits deutlich weiter. Vorgesehen sind beispielsweise Gepäckstücke, die sich am Flughafen selbst einchecken und Informationen zu Airline, Zielflughafen und Gewicht auf einem Chip speichern. Langfristig geplant ist sogar die Entwicklung eines selbstfahrenden Koffers, der dem Besitzer automatisch folgt.

Während insbesondere die Integration von GPS-Sensoren in einen Koffer bereits heute denkbar ist, dürfte es noch eine Weile dauern, bis es tatsächlich selbstfahrende Gepäckstücke gibt. Probleme bereitet den Entwicklern dabei aktuell vor allem der benötigte Antriebsmotor, der allein schon ein Drittel der Koffergröße einnehmen würde.