Schwacher Galaxy S6-Akku: Ist Google schuld?

Google Now zehrt kräftig am Akku des Galaxy S6. Google Now zehrt kräftig am Akku des Galaxy S6. (© 2015 TURN ON)

Ist Google schuld daran, dass der Akku des Samsung Galaxy S6 zu schnell schlappmacht? Ein Autor des Magazins Business Insider glaubt, die Antwort zu kennen und rät den Besitzern des Smartphones, den Dienst Google Now zu deaktivieren.

Seit einigen Wochen ist das Samsung Galaxy S6 nun bereits auf dem Markt. Bislang lesen sich die Erfahrungsberichte der meisten Nutzer überaus positiv. Es scheint jedoch auch einige Punkte zu geben, die für Kritik sorgen. Einer davon ist die geringe Laufzeit des fest verbauten Akkus. Doch warum ist die Akkulaufzeit beim Galaxy S6 so unbefriedigend? Der Autor Antonio Villas-Boas vom Magazin Business Insider glaubt, die Lösung zu kennen.

Demnach sollen weder das sehr hochauflösende Display noch der schnelle Prozessor die Ursache für die geringe Akkulaufzeit sein, sondern schlicht und ergreifend der Dienst Google Now. Tatsächlich soll das Galaxy S6 deutlich länger durchhalten, wenn Google Now deaktiviert ist, da das Programm durch die permanente Aktivierung der GPS-Antenne und das Übermitteln von Informationen an die Google-Server einen Großteil der zur Verfügung stehenden Energie automatisch aufbrauchen soll.

Ist Google wirklich schuld?

Das klingt logisch, ist jedoch für sich genommen keine Entschuldigung dafür, dass der Akku des Galaxy S6 vergleichsweise früh schlapp macht. Immerhin läuft Google Now nicht nur auf dem Samsung-Flaggschiff, sondern auch auf unzähligen anderen Smartphones mit Android-Betriebssystem. Auch dort beansprucht der Dienst den Akku.

Davon mal abgesehen: Es ist kein Geheimnis, dass ein Smartphone-Akku umso länger durchhält, je weniger Programme auf dem Gerät permanent im Hintergrund laufen. Leider packen fast alle Hersteller ihre Geräte schon ab Werk mit jeder Menge Software voll, die allenfalls ein Bruchteil der User wirklich intensiv nutzt. Ganz allgemein ist es also nie eine schlechte Idee, sich das eigene Gerät mal etwas genauer anzuschauen und zu überlegen, welche der zahlreichen Dienste tatsächlich notwendig ist.