Scrollen in Google Chrome soll bald deutlich schneller gehen

Das Scrollen auf Googles Chrome-Browser soll bald schneller gehen. Das Scrollen auf Googles Chrome-Browser soll bald schneller gehen. (© 2015 picture alliance / AP Photo)

Das Scrollen mit Google Chrome geht teilweise quälend langsam. Besonders auf Windows-Tablets hat sich die miese Performance störend bemerkbar gemacht. Mit einem Update will Google das nun ändern. Die Technologie dafür stammt ausgerechnet vom großen Konkurrenten Microsoft, der sogar beim Umsetzen hilft.

Wie The Verge schreibt, führt Google demnächst eine Technologie ein, mit der das Schneckentempo beim Scrollen im Chrome-Browser endlich der Vergangenheit angehören soll. Eigentlich verwendet Google eine technische Methode (für Profis: "touch events") , die von Apples Safari-Browser stammt, um die Befehle im Browser zu verstehen. Es hat sich jedoch in den letzten Jahren herausgestellt, dass eine andere Methode ("pointer events"), die ursprünglich von Microsoft im Internet Explorer verwendet wird, wesentlich besser geeignet ist.

Scroll-Tempo wird erheblich gesteigert

Andere Browserhersteller wie Opera oder Mozilla mit dem Firefox haben diese Methode bereits vor einiger Zeit eingeführt und können über gute Erfahrungen der User berichten. Letztlich seien es die Reaktionen der Internet-Nutzer gewesen, die Google zu der Kursänderung veranlasst haben. Wie auch immer: Durch die neue Technologie soll soll das Scroll-Tempo ganz erheblich gesteigert werden, was für die Nutzer natürlich ein entspannteres Surfen bringen wird.

Leider wird es noch einige Zeit dauern, bis die neue Version des Chrome-Browsers fertig und verfügbar sein wird. Erstmal müssen einige Test-Hürden bewältigt werden. Ermutigend ist es in jedem Fall aber, dass zwei ansonsten hart konkurrierende Elektronik-Riesen in diesem Fall anscheinend reibungslos im Sinne der User zusammengearbeitet haben. Laut The Verge sagte Rick Beyers von Google: "Jacob Rossi aus dem IE-Team war sehr hilfreich, den Chrome-Programmierern bei der Anpassung der neuen Technologie zu helfen". Der Einbau der Verbesserungen soll parallel zur bestehenden Technologie ablaufen, ohne dass Performance-Einbußen spürbar sind.