Sieht aus wie ein Bomber: Facebook-Drohne bringt Internet

Mit der Drohne "Aquila" will Facebook das Internet auch in weit abgelegene Gebiete bringen. Mit der Drohne "Aquila" will Facebook das Internet auch in weit abgelegene Gebiete bringen. (© 2015 Facebook)

Facebook hat seine Drohne "Aquila" der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem riesigen Fluggerät will der Social Media-Konzern Internetzugang auch in abgelegene Gebiete bringen, wo es derzeit weder per Kabel noch per Funk möglich ist, das Web zu nutzen.

Die Drohne "Aquila", die wie ein Stealth-Bomber aussieht, wird per Solarkraft angetrieben und soll bis zu drei Monate ununterbrochen fliegen können. "Aquila ist unbemannt und überträgt die Internetverbindung vom Himmel herunter", erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. "Sie hat die Spannweite einer Boeing 737, wiegt aber weniger als ein Auto und kann mehrere Monate in der Luft bleiben", so der Facebook-Boss weiter. Das jetzt vorgestellte Modell soll ein Prototyp sein, mit dem die ersten Tests durchgeführt werden können.

Facebook-Drohne bringt auch bessere Laser

Gleichzeitig verkündete Mark Zuckerberg einen Durchbruch in der Laserkommunikation. Man habe einen Laser getestet, der pro Sekunde zehn Gigabit Daten übertragen kann. Das wäre etwa zehnmal schneller als jedes bislang existierende System. Das neue Lasersystem ist in der Lage, sich mit einem Punkt von der Größe einer Münze in mehr als 15 Kilometern Entfernung zu verbinden.

Diese Anstrengungen sind notwendig, da laut Facebook etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung in Gegenden lebt, in denen keine Internet-Infrastruktur existiert. Und da das Internet per Satellit zu teuer ist, müsse eine ganz neue Lösung her, die vor allem erschwinglich ist. Facebook versucht mit seinem Internet-Bomber also, die letzten weißen Flecken von der Web-Weltkarte zu tilgen.