Smartphones ab 30 Euro? Google will Android One wiederbeleben

Android-Smartphones für 30 Euro? Google will es möglich machen. Android-Smartphones für 30 Euro? Google will es möglich machen. (© 2015 Google)

Smartphones für 30 bis 50 Euro? Mit seinem Programm Android One möchte Google das schon bald möglich machen. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern will der Konzern so neue Käuferschichten erschließen – und diese frühzeitig an die Google-Dienste gewöhnen.

Google plant einen Neustart seines Android One-Programms. Ziel der 2014 ins Leben gerufenen Initiative ist es, Smartphones zu besonders günstigen Preisen in Schwellen- und Entwicklungsländern an völlig neue Nutzerschichten zu verkaufen. Bislang konnte das Programm jedoch nicht den gewünschten Erfolg erzielen, wie Rajan Anandan, Googles Managing Director in Indien und Südostasien, nun gegenüber der Financial Times zugeben musste. Grund dafür sei der zu harte Preisdruck und die schlechten Lieferbedingungen in vielen Ländern.

Android-Smartphones ab 30 Euro

Bereits in den kommenden Wochen möchte das Unternehmen Android One umkrempeln und die Märkte in Indien, Bangladesch, Nepal, Indonesien, den Philippinen und Sri Lanka für sich erobern. Gelingen soll dies mit noch günstigeren Einstiegs-Smartphones. Waren die bisherigen Android One-Modelle in Indien ab 5000 Rupien (etwa 73 Euro) zu kaufen, so sollen neue Geräte in Zukunft nur noch zwischen 2000 und 3000 Rupien (27 bis 43 Euro) kosten.

Als Hardware-Partner setzt Google dabei vor allem auf indische Hersteller. Diese sollen gemäß der Qualitätsvorgaben von Google die Smartphones produzieren. Das Betriebssystem selbst kommt hingegen von den US-Amerikanern. Ähnlich wie die in Europa bekannten Nexus-Geräte werden die Smartphones mit einer Stock-Version von Android ausgestattet und regelmäßig mit einer neuen Version aktualisiert. Die größte Herausforderung für Google dürfte darin bestehen, Hersteller zu finden, die in der Lage sind, qualitative Smartphones zu solch günstigen Preisen herzustellen. Google selbst muss hingegen an den Hardware-Verkäufen nichts verdienen, da das Unternehmen sein Geld mit Software und Diensten macht.

Mehr Smartphones = mehr Google

Googles Ziel ist es, mit Android One auch den Kunden ein Smartphone zu verkaufen, die sich dies bislang nicht leisten konnten. Damit sollen diese nicht nur zu Smartphone-Usern, sondern vor allem auch zu neuen Google-Nutzern werden. Immerhin sind Android-Smartphones bereits ab Werk mit allen Google-Diensten ausgestattet. Viele kleinere Smartphone-Hersteller in Schwellenländern liefern ihre Geräte jedoch mit inoffiziellen Varianten von Android aus, was dem Entwickler natürlich ein Dorn im Auge ist.