Smartwatches von Samsung und LG sind anfällig für Hacker

Smartwatches von Samsung und LG sind offenbar ein besonders leichtes Ziel für Hacker. Forscher aus New Haven warnen davor, dass sich persönliche Daten ohne größere Probleme von den Wearables stehlen lassen.

Neben PC, Smartphone und Tablet werden persönliche Daten der Nutzer mittlerweile auch auf Smartwatches gespeichert. Doch gerade diese scheinen sich nun als besonders anfällig für Hacker-Angriffe zu erweisen. Forschern von der University of New Haven ist es laut CNet gelungen, persönliche Daten von Smartwatches der Hersteller Samsung und LG auszulesen. Sie warnen ausdrücklich vor den Sicherheitsrisiken, die von den stylischen Computeruhren ausgehen.

Daten werden unverschlüsselt gespeichert

Das größte Problem sei, dass die Daten unverschlüsselt auf den Smartwatches abgespeichert würden. Hacker, die wüssten wonach sie zu suchen hätten, könnten somit extrem leicht auf E-Mails, Kontakte, Kalender-Daten und anderes persönliches Material zugreifen. Besonders beunruhigend ist dabei die Tatsache, dass das Auslesen der Daten auf Geräten mit verschiedenen Betriebssystemen funktioniert. So ist es den Forschern gelungen, sowohl eine Samsung Gear 2 Neo mit Tizen als auch eine LG G Watch zu knacken, die mit Android Wear läuft.

Auch die Apple Watch wird überprüft

Um die Sicherheitslücken zu schließen, seien nun die Hersteller der Smartwatches gefragt. Diese müssten sicherstellen, dass Daten die auf den Geräten gespeichert werden, nicht von Dritten ausgelesen werden können. Samsung und LG sollen gegenüber CNet bereits angekündigt haben, dass man die Sicherheitslücken schließen wolle. Im Visier der Forscher befindet sich derzeit übrigens auch die Apple Watch. Ergebnisse darüber, wie sicher das Wearable von Apple ist, wollen diese im Rahmen einer Konferenz im August veröffentlichen.