Sony baut jetzt auch Drohnen

So oder so ähnlich könnten Sonys Drohnen zukünftig durch die Lüfte fliegen. So oder so ähnlich könnten Sonys Drohnen zukünftig durch die Lüfte fliegen. (© 2015 Sony/ZMP/Aerosense)

Sony expandiert und will künftig Drohnen für den Business-Markt entwickeln – zusammen mit der Robotik-Firma ZMP unter der neuen Marke Aerosense. Dabei dürfte es Sony nur vordergründig um die Drohnen selbst gehen.

Der Elektronikkonzern Sony erweitert sein Geschäft und steigt in den Drohnen-Markt ein. Zusammen mit dem auf Robotik spezialisiertem Unternehmen ZMP möchte Sony künftig eine Allianz bilden. Das teilten sowohl Sony als auch ZMP mit. Die Mission ist klar: Die Positionierung im rasant wachsenden Business-Sektor der Drohnen. Die beiden japanischen Unternehmen werden künftig unter der Marke Aerosense Drohnen konstruieren, welche hochauflösende Luftaufnahmen schießen sollen.

Die neue Marke Aerosense, von der Sony als Gesellschafter mit 50,005 Prozent die Mehrheit hält, nimmt ihren Betrieb noch 2015 auf. Sony steuert insbesondere sein umfassendes Know-how zu den Bereichen Kameratechnik, Sensorik und Datenübertragung bei. Das Unternehmen ZMP hingegen bringt seine Erfahrungen in puncto Roboterfahrzeuge mit. Wann die ersten Drohnen abheben werden, ist allerdings noch unklar.

Sony möchte mehr Profit mit seinen Bildsensoren erzielen

Dass der angeschlagene japanische Elektronikgigant Sony jetzt in das lukrative Geschäft mit den Drohnen einsteigt, ist laut The Verge einer Tatsache geschuldet, die nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich scheint. Das 1946 gegründete Unternehmen steckt bekanntlich in einer schweren Krise. Insbesondere das Smartphone-Geschäft schwächelt seit einiger Zeit, aber auch die Nachfrage nach Fernsehgeräten und Kameras könnte für Sony besser sein.

Es gibt jedoch auch noch Geschäftsbereiche, in denen Sony Erfolge für sich verbuchen kann. Neben dem Entertainment-Sektor rund um die populäre Playstation 4 spült vor allem ein Zweig Geld in die Kassen Sonys: Bildsensoren. Diese sind selbst in Ländern erfolgreich, in denen Sony mit anderen Produkten längst gescheitert ist. So entwickelt der Konzern seine Bildsensoren nicht nur für die Eigenproduktion, sondern verkauft diese auch gewinnträchtig an Konkurrenten wie Apple oder Samsung. Vom jetzt verkündeten Einstieg in den Drohnen-Markt dürfte sich der Erfinder des Walkman vor allem eines erhoffen: die Erschließung neuer Geschäftsfelder für seine stark nachgefragten Bildsensoren.