Sony Pictures könnte "The Interview" kostenlos streamen

Im Film planen James Franco und Seth Rogen einen Anschlag auf Kim Jong-un. Im Film planen James Franco und Seth Rogen einen Anschlag auf Kim Jong-un. (© 2014 Facebook/The Interview)

Er wurde gestoppt, sämtliche Werbung eingestellt und könnte nun doch bald zu sehen sein: Angeblich plant Sony Pictures, die kontroverse Komödie "The Interview" trotz der Terrordrohungen zu veröffentlichen – gratis über den hauseigenen Streaming-Dienst Crackle.

Ende vergangener Woche wandten sich die Hacker erneut an Sony Pictures: Werde der Film "The Interview" nicht gestoppt, seien Terroranschläge in der Größenordnung des 11. September 2001 zu erwarten. Das US-amerikanische Filmstudio stoppte schließlich die für den 25. Dezember geplante Veröffentlichung, nachdem sich alle großen US-Kinoketten gegen die Vorführung entschieden hatten. US-Präsident Barack Obama kritisierte diesen Schritt. "Wir können nicht in einer Gesellschaft leben, in der irgendein Diktator irgendwo anfängt, in den USA Zensur auszuüben", sagte er in seiner Jahresabschlussrede. Am Sonntag teilte ein Anwalt von Sony Entertainment nun mit, dass die Komödie auf jeden Fall veröffentlicht werde.

"The Interview" bald online statt im Kino?

Anwalt David Boies sprach laut Business Insider UK beim sogenannten "Meet The Press Sunday" nur noch von einer "Verspätung" der Komödie. Dass der Film vertrieben werde, stehe hingegen außer Frage. Nur das "Wie" des Vertriebs scheint noch ungeklärt. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand schon weiß, auf welchem Wege er veröffentlicht wird", sagte Boies auf der Presseveranstaltung.

Die New York Post hingegen will bereits wissen, wo "The Interview" zu sehen sein wird: im Internet – und völlig kostenlos. Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet das Portal von Sonys Plänen, den Film gratis über den eigenen Streaming-Dienst Crackle zur Verfügung zu stellen. Auch wenn Gratis-Vorführungen einen finanziellen Verlust für Sony Pictures bedeuten würden. Das Interesse an dem Film mit James Franco und Seth Rogen dürfte nach der Kontroverse, die er auslöste, umso größer sein.