Sony zeigt "The Interview" jetzt doch im Internet

"The Interview" wird seit dem 24. Dezember offiziell im Netz gestreamt. "The Interview" wird seit dem 24. Dezember offiziell im Netz gestreamt. (© 2014 YouTube/Sony Pictures Entertainment)

Nach längerem hin und her zeigt Sony Pictures den umstrittenen Film "The Interview" jetzt doch – und zwar online. Pünktlich zu Weihnachten ist die Komödie im Netz als kostenpflichtiger Stream zu sehen. Vergangene Woche hatte Sony den Kinostart des Streifens nach Terrordrohungen noch abgesagt.

Die umstrittene Komödie "The Interview", deren Kinostart Sony Pictures in der vergangenen Woche nach Terrordrohungen zunächst gestoppt hatte, ist jetzt ganz offiziell im Internet zu sehen. Pünktlich zu Weihnachten wurde der Streifen mit Seth Rogen und James Franco in den Hauptrollen bei YouTube Movies, Xbox Video, Google Play und einer offiziellen Sony-Webseite veröffentlicht. Der Preis für das Streaming des Films beträgt 5,99 Dollar. In Deutschland kann "The Interview" bislang noch nicht angesehen werden, da eine US-Kreditkarte und eine US-IP-Adresse benötigt werden. Ab Donnerstag soll der Film auch regulär in einigen US-Kinos laufen.

Kehrtwende nach Stopp von US-Kinostart

Sony Pictures hatte den US-Kinostart von "The Interview" in der vergangenen Woche gestoppt, da Hacker mit Terroranschlägen gedroht hatten. In dem Streifen erhalten Seth Rogen und James Franco den Auftrag, den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un zu töten. Das Filmstudio stellte es daraufhin den Kinos frei, ob sie den Film zeigen wollten. Nachdem sich viele große US-Kinoketten dagegen entschieden hatten, stoppte Sony Pictures den geplanten Kinostart.

"The Interview" als Symbol für freie Meinungsäußerung

Die plötzliche Kehrtwende von Sony Pictures wird vielleicht durch eine Aussage von Google-Chefanwalt David Drummond erklärt. "Nachdem Sony und Google über alles diskutiert hatten, sind wir uns darüber einig geworden, dass wir nicht am Rand sitzen und einer Handvoll Menschen die Entscheidung darüber überlassen dürfen, was in anderen Ländern die Grenzen der freien Rede sind", so Drummond im offiziellen Google-Blog.