Steam offenbart Sicherheitslücke, PSN an Weihnachten down

Valves Plattform Steam hat mit einer großen Sicherheitslücke zu kämpfen. Valves Plattform Steam hat mit einer großen Sicherheitslücke zu kämpfen. (© 2015 Facebook/Steam)

Kein Weihnachten ohne Probleme bei Online-Diensten von Gaming-Anbietern: 2015 ist es vor allem Valves Gaming-Plattform Steam, die mit einer riesigen Sicherheitslücke für Aufsehen sorgt. Aber auch Sonys PlayStation Network kommt wieder nicht desasterfrei durch die Feiertage.

Konsolen und Spiele sind beliebte Weihnachtsgeschenke, der Trubel bei Steam, PSN und Xbox Live ist um die Festtage daher immer besonders groß. Und jedes Jahr aufs Neue haben die Anbieter der Online-Dienste mit Problemen zu kämpfen. In diesem Jahr sorgt vor allem Steam, die PC-Plattform von Valve, mit einer enormen Sicherheitslücke für Aufsehen. Am 25. Dezember häuften sich die Berichte von Steam-Nutzern bei Twitter, NeoGAF und Reddit, dass sie nach dem Einloggen in das Netzwerk die Account-Informationen anderer User angezeigt bekämen – inklusive deren Adressen und Kreditkartendaten.

Steam Store zeitweise offline – Problem mittlerweile gefixt

Das Steam-Desaster ereignete sich am Freitagnachmittag. Wie Kotaku berichtet, bekamen einige Nutzer ihre Profilseite nach dem Einloggen auf Russisch oder in einer anderen zufälligen Sprache angezeigt. Beim Klick auf die Account-Informationen erschienen dann die privaten Daten anderer Steam-Mitglieder. Später war der gesamte Steam Store für rund eineinhalb Stunden komplett offline.

Am Abend meldete sich Valve dann erstmals mit einem Statement gegenüber Kotaku zu Wort: "Steam ist wieder online und läuft ohne bekannte Probleme. Infolge einer Einstellungsänderung trat heute ein Cache-Problem auf, das es einigen Nutzern über einen Zeitraum von weniger als einer Stunde erlaubte, zufällige, für andere Nutzer generierte Seiten zu sehen. Das Problem wurde mittlerweile behoben. Wir glauben, dass keine unautorisierten Aktionen in fremden Accounts durchgeführt wurden, Nutzer müssen nichts weiter unternehmen."

Anlegen neuer PSN-Accounts nur verzögert möglich

Wer eine PlayStation 4 zu Weihnachten bekommen hat, stellte womöglich ein ganz anderes Problem fest. Am 25. Dezember war es zeitweise nicht möglich, sich einen neuen PSN-Account anzulegen. Wie Sony offiziell via Twitter besätigte, wurden die Bestätigungs-E-Mails nur verzögert verschickt. Ohne Bestätigungs-Mail ist aber kein Einloggen ins PlayStation Network möglich. PS4-Spiele können dann lediglich offline gezockt und Updates nicht heruntergeladen werden. Zu den Ursachen dieses Problems äußerte Sony sich nicht offiziell. Womöglich lag es einfach an der großen Zahl der Neuanmeldungen zu Weihnachten.