TURN ON Innovation: Exploride macht Dein Auto smart

Exploride-2 Exploride-2 (© 2015 Exploride)

Viele Autos sind bislang alles andere als smart – das Crowdfunding-Projekt Exploride könnte aber Abhilfe schaffen. Der neue Bordcomputer mit transparentem OLED-Display soll demnächst als zentrale Entertainment-Schnittstelle im Fahrzeug dienen. Exploride ist längst finanziert und dürfte bald Einzug in die Realität halten.

Das moderne Auto im Jahr 2015 ist längst nicht mehr nur ein reines Fortbewegungsmittel. Smarte Bedienungsmöglichkeiten, umfangreiche Multimedia-Features gewinnen weiter an Einfluss – nicht zuletzt dank Anbietern wie Apple mit Apple Car. Bordcomputer bieten mittlerweile Apps, Internet, Streaming und Smartphone-Integration. Aber das Crowdfunding-Projekt Exploride auf Indiegogo möchte mit einfacher Bedienung punkten und fällt zunächst einmal durch sein leicht futuristisches Design auf – was aber vielmehr praktische Gründe haben dürfte.

Exploride setzt auf 6 Zoll großes und transparentes OLED-Display

Der kleine Bordcomputer mit 6 Zoll sieht nicht nur elegant aus, sondern überzeugt auch mit seinem Funktionsumfang. Neben der Navigation bietet Exploride Musik, Cloud-Zugriff, Apps und auch eine Dashcam. Spezielle Gesten und Sprachsteuerung sollen dafür sorgen, dass der Fahrer nie den Blick auf die Straße verliert. Das transparente OLED-Panel sieht nicht nur toll aus, sondern erweist sich in der Praxis dank seiner Durchsichtigkeit als überaus clever. Alle relevanten Details und Infos werden übersichtlich dargestellt, der Blick auf das Straßengeschehen wird dank Transparenz jedoch deutlich erleichtert. Die technischen Daten des kompakten Geräts können sich ebenfalls sehen lassen. Der Quad-Core-Prozessor wird von 2 GB RAM unterstützt, IR-Kamera, Dashcam, Bluetooth und LTE bietet der Exploride.

Sicherheit und einfache Bedienung stehen im Vordergrund

Der 6 Zoll große OLED-Bildschirm ist ohne Zweifel das Herzstück – und wurde insbesondere vor dem Hintergrund des Sicherheitsaspekts hergestellt. Der Autofahrer soll dabei stets die Straße im Fokus haben – und eben nicht von bunten, verspielten Displays abgelenkt werden. Zudem wird gleich ersichtlich, dass die gewählten Farben sich deutlich von dem Hintergrund abheben und somit noch deutlich zu erkennen sind. Hoch, runter, links, rechts und die Stimme – mehr soll für die Bedienung des Exploride nicht notwendig sein, versprechen die Entwickler aus den USA. Die GPS-Navigation funktioniert über die populäre Anwendung Google Maps. Die Anrufannahme soll sich sehr einfach gestalten – eine Bestätigung per Hand ist dafür nicht nötig.

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Telefonsteuerung oder Lautstärkereglung funktionieren mit einfachen Gesten. (© 2015 Exploride)
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Für die Navigation verbindet sich das System mit Google Maps. (© 2015 Exploride)
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Selbst Geschwindigkeit, Benzinstand und andere Werte können ausgelesen werden. (© 2015 Exploride)
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Auf Spotify, Apple Music oder Facebook muss der Nutzer nicht verzichten. (© 2015 Exploride)
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Exploride lässt sich optimal mit dem Smartphone vernetzen. (© 2015 Exploride)
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Das Mikrofon empfängt die Spracheingaben des Anwenders. (© 2015 Exploride)
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Die integrierte Dashcam erlaubt die Videoaufzeichnung während der Fahrt. (© 2015 Exploride)

Einfache Vernetzung mit dem Smartphone möglich

Wer den Exploride mit seinem Smartphone vernetzt, kann über den Bordcomputer Musik abspielen. Streamingdienste wie Spotify oder Pandora sollen gleich von Beginn an unterstützt werden. Aber selbst Analysedaten des Wagens kann Exploride verarbeiten. Geschwindigkeit, Reifendruck, Benzinstand, Motorenzustand und andere Werte können bei Bedarf abgerufen werden.

Ermöglicht wird dies durch eine Bluetooth-Verbindung – der entsprechende Bluetooth-Adapter wird lediglich an die OBD-Buchse des Wagens gesteckt. Die integrierte 3-Megapixel-Kamera fungiert als Dashcam und kann bei Bedarf die Fahrt aufzeichnen, beispielsweise als Gerichtsbeweis – wenngleich hierzulande die Rechtslage dazu bisweilen noch etwas unklar sein mag.

Die Mission von Exploride: Autofahren sicherer machen

424.000 Autounfälle resultierten aus einer leichtfertigen Smartphone-Bedienung während der Autofahrt – und das allein in den USA. Das nahmen die Entwickler zum Anlass, mit Exploride eine verkehrssichere Alternative zu schaffen. Die Sicherheit stand bei der Entwicklung des transparenten Bordcomputers stets an erster Stelle. Nach gut zwei Jahren Entwicklungszeit ist der Exploride jetzt bereit für die Massenproduktion.

Crowdfunding-Kampagne bereits nach kurzer Zeit voll finanziert

Dafür haben die Macher auf die populäre Crowdfunding-Plattform Exploride zurückgegriffen und dort um Unterstützung gebuhlt. Bereits nach 15 Tagen war die Kampagne finanziert, sogar mehr als das: Über 300.000 US-Dollar kamen in der kurzen Zeit zusammen, was einer 305-prozentigen Finanzierung entspricht. Die Aktion dauert noch bis zum 28. September an – mittlerweile ist der Unterstützerfonds auf fast 350.000 US-Dollar angewachsen. Bis zum Kampagnen-Ende können die Entwickler noch mit Geldbeträgen unterstützt werden.

Exploride zur Markteinführung 2016 für 499 US-Dollar

Derzeit ist das günstigste Exploride-Set für 299 US-Dollar erhältlich, aber auch 4000 US-Dollar sind möglich – dann verbunden mit einem exklusiven Treffen mit den Entwicklern. Direkt nach der Crowdfunding-Kampagne soll die Massenproduktion starten, die Auslieferung soll ab Januar 2016 erfolgen. Wer sich dann für den Exploride interessiert, muss etwas tiefer in die Tasche greifen: für 499 US-Dollar soll der smarte Helfer den Besitzer wechseln.