Uralt-Mac bringt bei Auktion weniger Geld als erwartet

Apple-1 bleibt bei Auktion  weit hinter den Erwartungen zurück. Apple-1 bleibt bei Auktion weit hinter den Erwartungen zurück. (© 2014 picture alliance / dpa)

Die Versteigerung eines Apple-1-Rechners der ersten Generation ist weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben: Statt der erhofften 500.000 waren es schlussendlich nur 365.000 US-Dollar, die das Mac-Urgestein bei einer Christie's-Auktion einbrachte.

Das renommierte Auktionshaus Christie's hat am Donnerstag einen Apple-1-Computer der ersten Generation von 1976 für 365.000 US-Dollar an einen Höchstbietenden aus dem kalifornischen Los Altos verkauft. Wie Re/code berichtet, ist das weit weniger als ursprünglich erwartet: Tatsächlich rechnete das Auktionshaus mit einem Erlös von rund 500.000 US-Dollar. Und es ist weitaus weniger als die 905.000 US Dollar, die die Henry-Ford-Stiftung für ein Exemplar dieser Rechnergeneration im Oktober zahlte.

Von Steve Jobs höchstpersönlich verkauft

Steve Jobs höchstpersönlich soll das Mac-Urgestein 1976 aus der legendären Apple-Garage an einen Nachbarn namens Charles Ricketts verkauft. Dies geschah zur Gründerzeit der Firma Apple. Selbst die Original-Rechnung des Garagen-Abverkaufs existiert noch, offenbar mit Originalunterschrift von Jobs. Hinreichend dokumentiert ist aber auch die folgende 40-jährige Reise des Apple-1-Rechners. Alle Vorbesitzer sind bekannt, beim Autoverkauf würde man sagen: lückenlos scheckheftgepflegt.

Apple: Garagen-Story ein Mythos?

Warum der Apple-1 bei der gestrigen Auktion hinter den Erwartungen zurückblieb, ist unklar. Im vergangenen Jahr war ein anderes Exemplar der ersten Generation für 397.750 US-Dollar bei Christie's versteigert worden. Pikant: Kürzlich hatte Mitbegründer Steve Wozniak in einem Interview mit Bloomberg die Apple-Garagen-Story als aufgeblasenen Mythos bezeichnet. Möglicherweise war diese Äußerung verkaufsschädigend, denn sie fiel just im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Auktion.