Vom iPhone 6 zur GoPro Hero 4: Die Redaktions-Highlights 2014

Über diese Produkte freute sich die TURN ON-Redaktion 2014. Über diese Produkte freute sich die TURN ON-Redaktion 2014. (© 2014 TURN ON)

Das Jahr 2014 wird in die deutsche Geschichte als Jahr des lang ersehnten vierten Fußball-WM-Titels eingehen. Aber nicht nur sportlich, auch technisch hatte das abgelaufene Jahr so einiges zu bieten. Von iPhone 6 bis GoPro Hero 4 – das waren die Produkt-Highlights der TURN ON-Redaktion.

Neue Smartphones lösten alte Flaggschiffe ab, Fernseher krümmten sich und Smartwatches wurden endlich schick: 2014 hat sich im Technik-Bereich einiges getan. Der Dezember ist für uns der perfekte Zeitpunkt, einmal zurückzublicken. Welche für dieses Jahr prognostizierten Trends begeisterten wirklich? Die einzelnen TURN ON-Redakteure geben darauf Antwort – mit ihrem ganz persönlichen Jahresrückblick.

Endlich ein größeres Display: Das iPhone 6

Gregor Rumpf

iPhone 6
Das Display des iPhone 6 ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewachsen. (© 2014 TURN ON)

Ich gebe es gerne zu: Als Besitzer eines iPhone 5 mit einem handlichen, vier Zoll großen Bildschirm war ich von Apples jüngsten Plänen nicht so recht überzeugt. Ein größeres Smartphone-Display? Das ist doch unhandlich. Und auch heute bin ich noch der Meinung, dass das iPhone 6 Plus mit seinem 5,5-Zoll-Bildschirm eher ein Tablet als ein Handy ist. Der kleine Bruder iPhone 6 konnte mich hingegen beim ersten Hands-on im Apple Store sofort eines Besseren belehren. Das Smartphone fasst sich Apple-typisch geradezu unverschämt gut an – ich finde, dass kein aktuelles Handy angenehmer in der Hand liegt. Auch das größere Display bereitet weniger Probleme als anfangs gedacht. Für mich ist Apple mit dem iPhone 6 eindeutig das Smartphone des Jahres gelungen – und das nicht nur wegen des erneut perfekten iOS-Ökosystems.

Zurück ins verstrahlte Ödland: Wasteland 2

Benjamin Bockholdt

Was habe ich mich gefreut, als mir ein Freund vor wenigen Monaten folgenden Spiele-Tipp gegeben hatte: "Schau Dir unbedingt mal Wasteland 2 an – da werden Erinnerungen wach!" Und er hat recht behalten. Zwar habe ich den ersten Teil nie gespielt, wie ich zu meiner Schande gestehen muss – war ich zum Release 1988 doch erst drei Jahre alt. Aber ich gehöre zu den Gamern, die bis heute von Fallout (1997) und Fallout 2 (1998) begeistert sind.

Und genau in diese Bresche der klassischen Endzeit-Rollenspiele springt Wasteland 2: rundenbasierte Kämpfe, eine spannende Story mit folgenschweren Entscheidungen, viele Dialoge und eine Portion schwarzer Humor. Die Krone setzt dem das Party-System auf, da ich bis zu sieben Charaktere steuern kann – eine Interaktion wie bei Baldur's Gate 2 sowie ein ausgeprägtes Klassensystem fehlen allerdings. Doch auch über die altbackene Grafik und die taktisch etwas langweiligen Kämpfe kann ich bei dem Gesamteindruck hinwegschauen. Tipp: unbedingt auf Englisch spielen! Denn die Lokalisierung ist genau so schlimm wie bei den alten Fallout-Teilen...

Action in 4K: Die GoPro Hero 4

Franziska Schütze

Mein persönlicher Favorit ist die GoPro Hero 4 Silver Edition.
Mein persönlicher Favorit ist die GoPro Hero 4 Silver Edition. (© 2014 TURN ON)

Für mich war es ein heiliger Moment: Das erste Testgerät erreichte die Redaktion – und es war die GoPro Hero 4. Ich selbst besitze noch eine Hero 2 und leihe mir für Unterwasser-Aufnahmen gelegentlich eine Hero 3. Aber die 4er schloss ich sofort in mein Herz. Die Bildqualität ist wie gewohnt überragend, die Bedienung dank zusätzlicher Taste noch einfacher. Das war wirklich eine sinnvolle Produktverbesserung. Während die aktuelle Black Edition der Action-Cam mit UHD-Auflösung lockt, kann die Silver Edition mit einem Touchscreen auf der Rückseite punkten. Da ich derzeit noch keinen Fernseher oder Monitor besitze, der 4K-Videos wiedergeben kann, würde ich am liebsten die GoPro Hero 4 Silver Edition mit in den nächsten Snowboard-Urlaub nehmen.

Weck' das Tier in Dir: The Wolf Among Us

Wolf Speer

"Was hast du für großeAAAARGH!" - Bigby Wolf ist mächtig sauer.
"Was hast du für großeAAAARGH!" - Bigby Wolf ist mächtig sauer.

Handys, Tablets und Kameras sind nette Spielereien im Alltag – aber mein Nerd-Herz schlägt nun mal für Games. Unter den vielen, vielen tollen Titeln 2014 stach das Telltale-Adventure The Wolf Among Us für mich besonders raus. Der düster-dreckige Film Noir zieht den Spieler tief in einen Sumpf aus digitalem Verbrechen und lässt einen bis zum Schluss nicht mehr vom Haken. Der Clou dabei ist: Alle Figuren sind bekannte Märchengestalten, die sich als Exilanten irgendwie durchs Leben schlagen. Der böse Wolf? Arbeitet als abgehalfterter Sheriff.  Die Kleine Meerjungfrau ist nun eine Prostituierte und Bloody Mary, die rachsüchtige Furie aus den alten Gespenstergeschichten, sorgt als knallharte Killerin für Angst und Schrecken. Packend geschrieben und mit dem Telltale-typischen "Oh Gott, wie entscheide ich mich denn jetzt?"-Nervenkitzel, zeigt uns The Wolf Among Us die dunklen Seiten von Schneewittchen und Co.

Edler Handschmeichler: Das HTC One M8

Benjamin Bockholdt

HTC One M8
Mit seinem einteiligen Aluminiumgehäuse liegt das HTC One M8 hervorragend in der Hand. (© 2014 CC: Flickr/John Karakatsanis)

Lange Zeit habe ich ja auf Samsung-Geräte gesetzt, doch musste dieses Jahr ein neues Smartphone her. In der engeren Auswahl standen dieses Mal das Sony Xperia Z2 und das HTC One M8 – die Wahl fiel auf das Flaggschiff aus Taiwan. Rational wollte ich eigentlich zum Sony Xperia Z2 greifen, aber die Haptik und ich kamen einfach nicht zusammen. Viel zu kantig wirkte das Smartphone, zu gewöhnungsbedürftig die Benutzerführung. Anders sah es beim HTC One M8 mit seinem gebürsteten Aluminiumgehäuse aus, das hervorragend in der Hand liegt.

Klar, die Kamera kommt nicht an die des japanischen Konkurrenten heran. Allerdings reicht mir die Bildqualität, denn mehr als den einen oder anderen Schnappschuss oder eine kurze Aufnahme von Konzerten mache ich derzeit nicht. Und die Features der doppelten Rückkamera sind tatsächlich eine nette Spielerei. Insgesamt bin ich also voll und ganz überzeugt von dem Smartphone, das mich im Alltag noch nicht im Stich gelassen hat.

Mein treuester Begleiter: Das Samsung Galaxy S5

Franziska Schütze

Samsung hatte das Galaxy S5 auf dem MWC 2014 vorgestellt.
Samsung hatte das Galaxy S5 auf dem MWC 2014 vorgestellt. (© 2014 CC: Flickr/Maurizio Pesce)

2014 war für mich das Jahr, in dem ich mich von meinem bis dato so treuen Samsung Galaxy S2 verabschieden musste. Ein Nachfolger war schnell gefunden: das Galaxy S5. Drei Jahre und drei Generationen weiter hat sich zwar größentechnisch einiges getan. Das neue Samsung-Flaggschiff wurde aber ebenso schnell zum treuen Alltagsbegleiter wie seinerzeit das S2. Was ich am neuen Modell besonders mag? Die 16-MP-Rückkamera schießt Fotos, die hinsichtlich ihrer Qualität problemlos mit Bildern von Kompaktkameras mithalten können. Insbesondere der HDR-Modus überzeugt mich. Und trotz des größeren Displays (4,3 im Vergleich zu 5,1 Zoll) muss das Samsung Galaxy S5 bei mir nur alle zwei bis drei Tage an die Steckdose – sofern ich WLAN und mobile Daten nachts ausschalte.

Assassin's Creed Unity: Wie Games 2014 aussehen

Wolf Speer

"Was hast du für großeAAAARGH!" - Die Spieler sind mächtig sauer.
"Was hast du für großeAAAARGH!" - Die Spieler sind mächtig sauer über die vielen Bugs in "Assassin's Creed Unity". (© 2014 Ubisoft/Youtube)

Ubisofts "Assassin's Creed Unity" ist das vielleicht wichtigste Videospiel des Jahres 2014 – als es Anfang November erschien, verschlug es uns allen die Sprache. Allerdings nicht wegen der umwerfenden spielerischen Qualität, sondern weil kein anderes Spiel in diesem Jahr so schonungslos deutlich machte, was Spieleentwicklern wirklich wichtig ist: maximaler Profit bei gleichzeitiger Verachtung der loyalen Fans. Somit entpuppte sich der spielerische Höhepunkt des Jahres als Enttäuschung auf fast ganzer Linie.

Denn zum Release war das neue Assassinen-Abenteuer an der Grenze zur Unspielbarkeit verbuggt. Außerdem nervte es mit penetranten Bauernfängereien, die uns reales Geld aus der Tasche ziehen sollten. Der Shitstorm war perfekt, Ubisoft übt sich bis heute in Schadenbegrenzung und "Assassin's Creed" ist so unbeliebt wie noch nie. Studiert diesen Fall, Spielemacher von morgen – und macht es besser als die Spielebranche im Jahr 2014.

Tablet der Extraklasse: Das iPad Air 2

Gregor Rumpf

iPad Air 2
Das iPad Air 2 ist aktuell eines der besten Tablets auf dem Markt. (© 2014 TURN ON)

Eines steht nach meinem TURN ON-Test fest: Mein nächstes Tablet wird definitiv ein iPad Air 2! Während mich der neue Apple-Winzling iPad mini 3 im Test nicht wirklich überzeugen konnte, hat das Flaggschiff aus Cupertino einfach alles, was ein moderner Tablet-PC braucht. Das iPad Air 2 ist wunderbar leicht und handlich dünn, in Sachen Betriebssystem kann man meiner Meinung nach Apples iOS 8 sowieso nichts vormachen. Meine Behauptung: Wer einmal mit dem iPad Air 2 ganz entspannt beim Fernsehen auf der heimischen Couch im Internet gesurft ist, will kein anderes Tablet mehr in die Hand nehmen. Bei den ganzen Pluspunkten des Apple-Tablets schaue ich auch großzügig über das etwas nervige Vibrieren bei höheren Lautstärken hinweg.