Werbefreie Videos: YouTube führt bald Bezahl-Abos ein

Wer keine Werbung auf YouTube sehen will, wird bald zur Kasse gebeten. Wer keine Werbung auf YouTube sehen will, wird bald zur Kasse gebeten. (© 2015 CC: Flickr/Esther Vargas)

Google wird in wenigen Monaten ein Abo-Modell für YouTube einführen. Das teilte ein Manager des Unternehmens auf einer Medienkonferenz am Mittwoch mit. Wer werbefreie Videos sehen will, soll dafür künftig bezahlen.

YouTube wächst weiter – und das trotz ebenfalls wachsender Konkurrenz durch Facebook und Co. Laut der Nachrichtenagentur Reuters zählt das Online-Videoportal mehr als eine Milliarde aktive Nutzer pro Monat. Da aber auch der Wettbewerb wächst, denkt Google über Wege und Möglichkeiten nach, sowohl die kreativen YouTuber als auch die Konsumenten zufriedenzustellen. Welche Pläne sich bereits in der Umsetzung befinden und womit wir in den nächsten Monaten rechnen müssen, erklärte YouTubes Head of Content, Robert Kyncl, am Mittwoch auf der Code/Media-Konferenz. So soll es schon bald ein kostenpflichtiges Abo-Modell für das Portal geben.

Mehr Werbung bei YouTube darf Nutzer nicht vergraulen

Bereits seit drei Monaten gibt es auf YouTube Werbeclips, die der Nutzer nicht mehr wegklicken kann. Damit will das Portal seine besten Lieferanten von Inhalten unterstützen. Wer an dem Programm teilnimmt, kann mit einer jährlichen Umsatzsteigerung von 70 Prozent rechnen – im Vergleich zu einer 50-prozentigen Steigerung bei allen YouTube-Partnern. Laut Kyncl soll aber nicht nur dieses Programm auf elf weitere Länder in 2015 ausgeweitet werden. Er ist sich auch bewusst, dass die neue Form von Werbung nicht zulasten des Videokonsumenten gehen darf. Daher hat YouTube auch diesbezüglich Pläne.

So will Google schon in den kommenden Monaten ein Bezahlmodell für YouTube einführen, das sämtliche Werbung aus Videos entfernt. Wie teuer ein solches Abo sein könnte und ob Bezahlenden weitere Funktionen zur Verfügung stehen werden, verriet der YouTube-Manager im Rahmen der Konferenz jedoch nicht. Das Unternehmen sei gerade beim "Feintuning" des Konzepts.