Brisantes Tool: WhatsSpy spioniert WhatsApp-Nutzer aus

Das Vertrauen schwindet: WhatsApp kämpft mit neuen Sicherheitslücken. Das Vertrauen schwindet: WhatsApp kämpft mit neuen Sicherheitslücken. (© 2014 picture alliance / HOCH ZWEI)

Trotz erhöhter Sensibilität in Sachen Datenschutz erschrecken solche Nachrichten: Mit WhatsSpy hat ein Entwickler ein Tool programmiert, mit dem er angeblich jeden Nutzer von WhatsApp ausspionieren kann. Das Perfide: Man kann absolut nichts dagegen tun.

WhatsSpy heißt das Tool, das der Entwickler Maikel Zweerink auf der Programmier-Plattform GitLab veröffentlicht hat. Wie er auf seiner eigenen Seite angibt, wollte er mit dem Programm zeigen, dass die Privatsphäre-Einstellungen von WhatsApp schlichtweg "defekt" seien. WhatsSpy ermöglicht es, die Sicherheitseinstellungen, den Online-Status, Nachrichten und sogar das Profilbild jedes beliebigen WhatsApp-Nutzers überwachen.

WhatsSpy ist kein Hacker-Tool

Im Programm  enthalten ist zudem eine Art Dashboard, mit dem man auf einen Blick die Daten verschiedener User vergleichen kann. So sieht man beispielsweise, welcher Nutzer zu welcher Uhrzeit und wie lange online war. Zweerink betont, dass WhatsSpy keinen Hacker-Angriff durchführe, sondern lediglich auf die Einstellungen bei WhatsApp zugreife, um die unter Umständen brisanten Daten zu sammeln.

Zweerink dazu: "Ich habe dieses Projekt durchgeführt, damit Ihr realisiert, wie defekt die Privatsphäre-Einstellungen tatsächlich sind." Das dürfte für Ärger bei WhatsApp sorgen. Schon die mittlerweile berüchtigten blauen Häkchen zur Lesebestätigung sorgten im November 2014 für einen veritablen Shitstorm im Internet, so dass die Macher des Messengers eilig zurückrudern mussten. Und auch wenn WhatsApp nach eigenen Aussagen nun wieder mehr Augenmerk auf Verschlüsselung legt – der kostenlose Messenger hat ein Image-Problem.