WhatsApp-Nutzer wütend wegen Lesebestätigungen

WhatsApp zeigt nach einem Update an, ob Meldungen gelesen wurden. WhatsApp zeigt nach einem Update an, ob Meldungen gelesen wurden. (© 2014 picture alliance / HOCH ZWEI)

WhatsApp-Nutzer können endlich sehen, ob der Gesprächspartner eine Nachricht auch gelesen hat. Nach einem Update werden seit Mittwoch zwei blaue Häkchen angezeigt, sobald jemand die Mitteilung auch aufgerufen hat. Doch nicht bei allen WhatsAppern stößt die neue Funktion auf Gegenliebe.

"Ich habe deine Nachricht gar nicht gesehen!" – diese Ausrede funktioniert bei WhatsApp in Zukunft nicht. Der Instant Messenger hat laut 9to5Mac still und heimlich ein Update erhalten, das die vom Facebook Messenger bekannten Lesebestätigungen mitbringt. Bislang zeigten bei WhatsApp zwei graue Häkchen an, dass eine Nachricht erfolgreich übermittelt wurde. Ob die Mitteilung gelesen wurde, blieb unklar. Dank des Updates verfärben sich die Häkchen nun blau, wenn die Textnachricht tatsächlich angesehen wurde.

Blaue Haken lassen sich bislang nicht deaktivieren

Die Lesebestätigungen funktionieren auf allen Smartphones mit iOS, Android und Windows Phone. Offenbar werden die blauen Haken aber nur für Nachrichten angezeigt, die seit dem Update verschickt wurden. Neben älteren Chats erscheinen die Haken hingegen weiterhin in Grau. Deaktivieren lassen sich die Lesebestätigungen bislang nicht. Die Macher des Instant Messengers haben sich bisher nicht zu der neuen Funktion geäußert. Allerdings wurde die FAQ-Seite überarbeitet und erwähnt nun auch die blauen Häkchen.

Wird WhatsApp mit der neuen Funktion zum Herzensbrecher?

Zwar wirken Lesebestätigungen auf den ersten Blick recht praktisch. Sie stoßen aber nicht bei allen WhatsApp-Usern auf Gegenliebe. Kritiker fürchten, dass mit der neuen "Herzensbrecher"-Funktion Streit vorprogrammiert sei. Immerhin wird das Ignorieren von Nachrichten nun schwerer und niemand kann mehr behaupten: "Sorry, ich habe deine Nachricht gar nicht gelesen!" Möglicherweise wird das den einen oder anderen Nutzer dazu bewegen, auf eine der zahlreichen WhatsApp-Alternativen umzusteigen.