Windows 10: "Zwangs-Upgrade" verärgert Nutzer

Nicht alle Nutzer wollen unbedingt Windows 10 haben. Nicht alle Nutzer wollen unbedingt Windows 10 haben. (© 2015 YouTube/ Windows)

Millionen Menschen haben mittlerweile Windows 10 auf ihrem Rechner installiert. Microsoft will aber anscheinend sichergehen, dass jeder das neue Betriebssystem verwendet und versorgt Windows 7 und Windows 8.1 mit einer Art "Zwangs-Upgrade" – zum Ärger vieler Nutzer.

Windows 10 steht für alle Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 ein Jahr lang kostenlos zum Download zur Verfügung. Wie der Technik-Blog The Inquirer berichtet, wird das neue Betriebssystem von Microsoft aber per Auto-Download auch auf Rechner von Nutzern heruntergeladen, die die Software eigentlich gar nicht haben wollen. So hätten viele User von Windows 7 und Windows 8.1 nach dem letzten Patch Day über knappen Speicherplatz geklagt – obwohl sie Windows 10 eigentlich gar nicht via Upgrade-Tool reserviert hatten.

Microsoft verteilt Windows 10 "nur für den Fall"

Der Ordner "$Windows.~BT", der durch das automatische Windows-Update auf der Festplatte landet, könne dabei teilweise bis zu 6 GB groß sein. Auf Anfrage von The Inquirer habe Microsoft bestätigt, dass es sich bei dem "Zwangs-Upgrade" nicht um einen Fehler handele. "Wir helfen Nutzern, die über Windows Update automatische Updates erhalten, ihre upgrade-fähigen Geräte auf Windows 10 vorzubereiten, indem die notwendigen Dateien heruntergeladen werden, falls sie sich für das Upgrade entscheiden", erklärte ein Sprecher von Microsoft.

Im Endeffekt bedeutet das, dass alle Nutzer von Windows 7 oder Windows 8.1 mit aktivierten Auto-Updates Windows 10 bekommen – egal ob sie es wollen oder nicht. Abhilfe schafft anscheinend nur eine Deinstallation des Updates mit der Nummer KB3035583 und das anschließende Löschen des versteckten Ordners "C:\$Windows.~BT".