Xbox und Windows 10: Microsoft und Oculus Rift kooperieren

Oculus-Boss Brendan Iribe präsentiert die Kooperation mit Microsoft. Oculus-Boss Brendan Iribe präsentiert die Kooperation mit Microsoft. (© 2015 Oculus)

Auf der Präsentation der Oculus Rift VR-Brille hat der Hersteller eine umfangreiche Kooperation mit Microsoft verkündet. Zum einen wird jede Oculus Rift mit einem drahtlosen Xbox One-Controller ausgeliefert. Zum anderen lassen sich Xbox One-Spiele auf die Rift streamen – auch über Windows 10.

Die Oculus Rift ist eine Virtual Reality (VR)-Brille, die ursprünglich ein extrem erfolgreiches Kickstarter-Projekt war. Am Donnerstag wurde in San Francisco, kurz vor der Spielemesse E3, die Endkunden-Version präsentiert. Eine Entwicklervariante – wie von der HTC Vive – gibt es schon seit März 2013. Die Firma Oculus gehört übrigens Facebook, das das Unternehmen im März 2014 für zwei Milliarden US-Dollar kaufte.

Xbox One-Controller gibt's kostenlos dazu

Wer ab Anfang 2016 eine Oculus Rift-Brille kauft, bekommt kostenlos einen drahtlosen Controller für die Microsoft Xbox One dazu, berichtet The Verge. Die frohe Botschaft wurde von Xbox-Chef Phil Spencer bei der Pressekonferenz in San Francisco verkündet. Zusätzlich werden Spiele für die Xbox One auch auf die Oculus Rift gestreamt werden können.

Mit dem Controller-Deal will Microsoft erreichen, dass auch Nutzer von Windows 10 per Oculus Rift spielen können. Dadurch wird das neue Betriebssystem auch als Gaming-Plattform aufgewertet. Microsoft hat in das neue Windows 10, das am 29. Juli erscheinen wird, ein Cross-Gaming-Feature eingebaut. Damit soll es für Windows-Nutzer möglich sein, Xbox One-Games auf dem PC zu spielen. Und dafür braucht man eben ein passendes Gamepad.

Träger der Oculus Rift wird mitten ins Spielgeschehen gebeamt

Der Träger der Oculus Rift wird praktisch mitten ins Spielgeschehen gebeamt. Die Brille soll ein besseres Bild und vor allem einen größeren Blickwinkel bieten, als ähnliche Produkte. Das wird laut Hersteller mit zwei OLED-Bildschirmen mit je 1080 x 1200 Pixeln erreicht. Die Kopfbewegungen des Trägers werden erfasst und der Blickwinkel aufs Spiel entsprechend verändert. Die Brille soll sehr leicht sein, das genaue Gewicht wurde aber noch nicht genannt. "Man setzt sie auf wie ein Basecap und vergisst sie dann", verspricht Oculus-Chef Brendan Iribe.

Ton hat die Oculus Rift natürlich auch. Der Hersteller nennt das "Oculus VR Audio", einen 360-Grad-Sound. Wer lieber eigene Kopfhörer benutzen will, kann die eingebauten aber leicht abnehmen. Außerdem wurden auf dem Event noch spezielle drahtlose Oculus-Controller vorgestellt. Diese werden separat verkauft und noch in der ersten Jahreshälfte 2016 verfügbar sein. Was die Controller und die Brille selbst kosten werden, steht noch nicht fest.