Zahnkontrolle! Krokodil frisst filmende GoPro

Das schwerste Reptil der Welt ist nur unter Lebensgefahr aus der Nähe erlebbar – oder mit einer GoPro. Dem Fotografen Trevor Frost und der Filmemacherin Melissa Lesh ist es dank der kleinen Action-Cam jetzt gelungen, Krokodilsangriffe aus Sicht der Beute zu filmen.

Einen Monat lang waren Trevor Frost und Melissa Lesh mit einem Haufen Kameratechnik in Australien unterwegs, um Salzwasserkrokodile aus einer völlig neuen Perspektive zu filmen, nämlich aus der Sicht ihres Abendessens. Keine leichte Aufgabe: Salzwasserkrokodile sind die größten lebenden Reptilien. Männliche Exemplare werden bis zu 5,20 Meter lang und können bis zu eine Tonne auf die Waage bringen. Wenn sie zubeißen, dann üben sie mit ihrem Kiefer einen Druck von bis zu 350 Kilogramm pro Quadratzentimeter aus – mehr schafft kein anderes Tier. Fast ein Wunder also, dass bei den Dreharbeiten keine einzige Kamera von GoPro zu Bruch ging.

Ferngesteuerte GoPro-Boote mit Styropor als Köder

Allerdings waren die kleinen Action-Cams auch recht gut geschützt vor den Zähnen und der Kieferkraft der Salzwasserkrokodile. Die beiden Abenteurer befestigten die GoPros an ferngesteuerten Booten, um den Angst einflößenden Reptilien möglichst nahezukommen. Als Köder und Schutz der Kameratechnik diente Styropor. Darin verbissen sich die Tiere, bevor sie die GoPros wieder freigaben.

Während ihrer Expedition filmten Trevor Frost und Melissa Lesh insgesamt neun solcher Krokodilsangriffe – und was für welche! Die schweren, im Wasser aber blitzschnellen Jäger schossen aus dem salzigen Nass, packten die präparierte Beute und zogen sie blitzschnell unter Wasser. So gehen sie sicher, dass ihre Mahlzeit keine Chance hat zu entkommen. Wird sie nicht von den starken Kiefern zerdrückt, ertrinkt sie. Dagegen sind die GoPros natürlich geschützt. Und so liefern die Action-Cams beeindruckende Bilder aus dem Inneren eines Krokodilsmauls.