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Analyst zu Ingame-Käufen: "Gamer zahlen noch zu wenig für Spiele"

"Star Wars: Battlefront 2" hat eine hitzige Diskussion über Mikrotransaktionen angestoßen.
"Star Wars: Battlefront 2" hat eine hitzige Diskussion über Mikrotransaktionen angestoßen. (©Electronic Arts 2017)

Die wütenden Reaktionen von Gamern auf Mikrotransaktionen und Lootboxen in "Star Wars: Battlefront 2" stoßen auf Widerspruch: Ein Finanzanalyst eines Wall-Street-Unternehmens ist der Meinung, dass Videospiele trotz Ingame-Käufen immer noch die günstigste Form von Unterhaltung sind – und plädiert für Preiserhöhungen.

Viele Spieler empfinden den aktuellen Trend, Ingame-Käufe und Glücksspiel-Systeme selbst in Singleplayer-Titel zu integrieren, als Abzocke. Die Empörung führte kürzlich sogar dazu, dass Mikrotransaktionen im besonders gescholtenen "Star Wars: Battlefront 2" sogar ganz abgeschaltet wurden – zumindest vorerst. Der Finanzanalyst Evan Wingren hält nun dagegen: Er bezeichnet die Kontroverse als "Überreaktion" und rechnet vor, warum Spieler noch eher zu wenig zur Kasse gebeten zu werden.

Selbst mit Mikrotransaktionen: Games günstiger als Kino

"Gamer zahlen nicht zu viel, sie zahlen noch zu wenig", heißt es laut CNBC in einer Notiz von Wingren an Kunden, die sich von ihm in Investitionsfragen beraten lassen. Gehe man davon aus, dass ein Spieler "Star Wars: Battlefront 2" für 60 US-Dollar kaufe, ein Jahr lang rund 2,5 Stunden täglich spiele und jeden Monat 20 US-Dollar in Lootboxen investiere, lägen die Kosten bei rund 40 Cent pro Spielstunde. Verglichen mit rund 80 Cent pro Stunde für einen ausgeliehenen Film und rund 3 US-Dollar pro Stunde für einen Kinobesuch, sei das "immer noch eine der günstigsten Formen von Unterhaltung."

Preiserhöhungen für Videospiele in Sicht?

"Auch wenn das mit dem populären Narrativ in der Gaming-Presse nicht zusammenpasst: Wenn Sie 'Star Wars' mögen und in durchschnittlichem Maße Videospiele spielen, bekommen Sie mehr für's Geld, wenn sie den Film nicht schauen und stattdessen ein Game spielen", so Wingrens Schlussfolgerung. Seine Empfehlung an Publisher: "Sie sollten möglicherweise die Preise erhöhen."

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