News

"Assassin's Creed": Neuentdeckte Pyramiden-Kammer schon im Spiel

Assassine Bayek klettert gern an und in Pyramiden herum. Deren Bauweise ist zum Teil offenbar sogar näher an der Realität als die Archäologie erlaubt.
Assassine Bayek klettert gern an und in Pyramiden herum. Deren Bauweise ist zum Teil offenbar sogar näher an der Realität als die Archäologie erlaubt. (©Ubisoft 2017)

"Assassin's Creed Origins" spielt im Alten Ägypten und was die originalgetreue Darstellung der antiken Hochkultur angeht, sind die Entwickler der Wissenschaft sogar voraus: Eine frisch entdeckte Grabkammer in einer Pyramide hatten sie auf Verdacht schon längst in das Open-World-Game eingebaut. Nicht ganz so treffsicher waren sie bei Kleopatra ...

Die Cheops-Pyramide ist eines der sieben Weltwunder und wohl das bekannteste Altertums-Bauwerk überhaupt. Dass sie längst noch nicht all ihre Geheimnisse preisgegeben hat, zeigte sich vergangene Woche: Da gaben Archäologen laut der Süddeutschen Zeitung bekannt, dass sie eine bislang unentdeckte Kammer in dem Grabmal entdeckt hätten, indem sie kosmische Strahlung, die durch die Pyramide fällt, gemessen haben. Wie es aussieht, hätten sie sich den Aufwand auch sparen und einfach "Assassin's Creed Origins" zocken können.

"Assassin's Creed: Origins" nimmt archäologische Entdeckung vorweg

Via Twitter ulkte der Gaming-Journalist Stephen Totilo (Kotaku) kurz nach der archäologischen Sensation, dass ja nun wohl ein Patch für das altägyptische Open-World-Abenteuer fällig sei. Die Antwort von Jean Guesdon, Creative Director bei "Assassin's Creed Origins", folgte prompt und überraschend: Nicht nötig, die Kammer ist schon drin – dank Jean-Pierre Houdin.

Ubisoft beweist den richtigen Riecher in Sachen Pyramidenbau ...

Houdin ist ein französischer Architekt, der bereits 2007 mit der Theorie für Aufsehen sorgte, die Große Pyramide sei von innen nach außen gebaut worden, wie National Geographic berichtet. Diese These ist unter Altertumsforschern nicht unumstritten, beinhaltet aber tatsächlich zusätzliche Kammern, die dem nun entdeckten Hohlraum ähneln. Und weil sich Ubisofts Entwickler beim Design der Ingame-Pyramide an Houdins Thesen orientierten, waren sie der Archäologie einen Schritt voraus.

... aber nicht bei Kleopatra

Nicht ganz so genau nahmen es die eigentlich auf historische Korrektheit bedachten Entwickler übrigens bei der Darstellung von Pharaonin Kleopatra. Die wird in "Assassin's Creed Origins" als Männer verschlingende Femme Fatale porträtiert, wofür Ubisoft laut Polygon von verschiedenen Historikern kritisiert wird: Bei der extrem freizügigen Darstellung der Herrscherin handle es sich um römische Propaganda, die seit Jahrhunderten tradiert werde. Mit der echten Kleopatra habe sie aber wohl nicht allzu viel zu tun: Die habe schließlich ihre Macht als quasi-gottgleiche Königin verteidigen müssen, und sich deshalb sicher nicht wahllos mit zahllosen Männern eingelassen.

Neueste Artikel zum Thema 'Assassin's Creed: Origins'

close
Bitte Suchbegriff eingeben