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Auch das noch: Wird "Fallout 76" jetzt pay-to-win?

Der Wirbel um "Fallout 76" reißt auch einen Monat nach Release nicht ab: Dataminer haben nun Hinweise auf ein Pay-to-win-System entdeckt. Das könnte dem gebeutelten Online-Rollenspiel endgültig das Genick brechen.

So langsam muss man sich fragen, ob Hersteller Bethesda einfach nur masochistisch veranlagt ist oder vielleicht doch nur ein soziales Experiment am Laufen hat: Wie sehr kann man seine Fans vor den Kopf stoßen? Als hätte "Fallout 76" nicht ohnehin schon unter vielen, vielen, vielen Problemen zu leiden, haben Dataminer nun Hinweise auf ein System entdeckt, das Spielern entscheidende Vorteile bringt – wenn sie dafür bezahlen.

Mehr Erfahrungspunkte durch Lunchboxen?

Der YouTuber ESO hat sich durch den Programmcode von "Fallout 76" gewühlt und dabei eine besorgniserregende Entdeckung gemacht: Ein paar Zeilen des Codes lassen den Schluss zu, dass Bethesda schon bald so genannte Lunchboxen ins Spiel implementieren will. Mit denen können sich Spieler gegen echtes Geld spielentscheidende Vorteile verschaffen – etwa mehr Erfahrungspunkte oder härteren ausgeteilten Schaden.

Ganz wichtig: Entgegen der etwas effektheischenden Betitelung des verlinkten Videos würde es sich in diesem Fall nicht um Lootboxen handeln. Denn Lootboxen funktionieren nach dem Prinzip des Zufalls – der Spieler weiß also nicht, was ihn beim Öffnen erwartet. Bethesdas Lunchbox-System hingegen ist vergleichsweise transparent: Wer den ausgewiesenen Betrag bezahlt, bekommt genau die Verbesserungen, die er sich ausgesucht hat.

Ist das das Ende von "Fallout 76"?

Nicht so schlimm, könnte man jetzt meinen. Immerhin sollte es doch jedem Spieler selber überlassen sein, ob und wie viel Kohle er für ein paar Helferlein ausgibt. Allerdings hatte Bethesda immer wieder betont, dass es in "Fallout 76" nur kosmetische Items zu kaufen geben werde, die auf den eigentlichen Spielverlauf keinerlei Einfluss nehmen würden.

Ob und in welcher Form das Lunchbox-System implementiert wird, steht momentan noch nicht fest. Als einer der vermutlich eher wenigen Spieler, die an "Fallout 76" tatsächlich Spaß haben und dem Spiel noch immer die Treue halten, kann ich Bethesda nur raten, diese Idee ganz schnell zu vergessen, denn die nächste Empörungswelle wäre damit quasi programmiert.

Und davon wird "Fallout 76" nicht mehr viele verkraften können.

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