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Aus für "Radical Heights": Entwickler Boss Key Productions macht dicht

Der Battle-Royale-Shooter "Radical Heights" sollte Boss Key Productions retten. Nun muss das Studio schließen.
Der Battle-Royale-Shooter "Radical Heights" sollte Boss Key Productions retten. Nun muss das Studio schließen. (©Boss Key Productions 2018)

Entwickler Cliff Bleszinski hat die Schließung seines Studios Boss Key Productions bekanntgegeben. Nach dem Misserfolg des Hero-Shooters "Lawbreakers" und der nur lauwarmen Rezeption des Battle-Royale-Shooters "Radical Heights" fehlt offenbar ein Konzept für die Zukunft.

"Boss Key Productions ist ab sofort nicht mehr." Mit diesen Worten beginnt das Statement, das Gründer Cliff Bleszinski ("Unreal Tournament", "Gears of War") bei Twitter veröffentlicht hat. Seit der Eröffnung des Studios vor vier Jahren habe man mit "einigen der besten Talenten" in der Videospiel-Industrie "unermüdlich gearbeitet", um "Qualitätsprodukte zu liefern". Das hat leider nicht gereicht.

Hero-Shooter "Lawbreakers" mobilisierte nicht genug Spieler

Mit "Lawbreakers" veröffentlichte Boss Key Productions 2017 sein erstes Spiel. Der Hero-Shooter war technisch ausgereift, bot rasantes Gameplay und hatte einige spannende Ideen wie schwerkraftlose Zonen zu bieten, litt aber darunter, sich mit "Overwatch" messen zu müssen und konnte nie eine ausreichende Spielerzahl mobilisieren. Vor wenigen Wochen verkündete der Entwickler den Supportstopp – und gab mit "Radical Heights" das nächste Projekt bekannt.

"Radical Heights" wollte auf der Battle-Royale-Welle mitschwimmen

Der Battle-Royale-Shooter im schrillen, aber noch ziemlich unfertigen Achtziger-Setting war dabei ein recht offensichtlicher Versuch, am Erfolg von "PUBG" und "Fortnite" mitzuverdienen – was Bleszinski in seinem Statement auch unumwunden zugibt. Allerdings sanken nach kurzer Aufmerksamkeit für den Neuzugang am Markt auch hier die Spielerzahlen. Die Server des Games sollen trotz der Studioschließung noch eine Zeitlang online bleiben. Bleszinski will sich vorerst zurückziehen, sich um seine Familie und seinen Hund kümmern und "nachdenken".

Mitarbeiter erfahren aus sozialen Medien von Studioschließung

Einen etwas unangenehmen Beigeschmack bekommt die Studioschließung unterdessen dadurch, dass manche Mitarbeiter (darunter Ron LaJoise, der leitende Produzent von "Radical Heights") von dem Twitter-Statement selbst überrascht wurden und nun von einem Tag auf den anderen ohne Job dastehen. Allerdings ist dieses Vorgehen laut LaJoie in der Games-Branche nicht unüblich.

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