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Bericht: "Diablo 2"-Remake kommt von Machern des "Tony Hawk"-Remasters

Diablo 3
Vicarious Vision soll dafür sorgen, dass das "Diablo 2"-Remake ein Hit wird. Bild: © Blizzard Entertainment 2017

Einem neuen Bloomberg-Bericht zufolge untersteht Entwickler Vicarious Visions nun exklusiv dem Publisher Blizzard – und das hat auch einen guten Grund: Die Remake/Remaster-Spezialisten sollen sich um die "Diablo 2"-Neuauflage kümmern. Die ehemals verantwortlichen Entwickler, Blizzard Team 1, hat der Publisher nach dem "Warcraft 3: Reforged"-Fiasko von den Arbeiten an "Diablo 2" abgezogen und aufgelöst.

Technisch gesehen ist die Übergabe der Entwicklung an Vicarious Visions keine große Sache, denn die Remake-Spezialisten, die unter anderem für das "Tony Hawk"-Remaster und die "Crash Bandicoot"-Trilogie bekannt sind, gehörten ohnehin schon zum gigantischen Konglomerat Activision Blizzard. Nach außen hin scheint es so, als würde Activision seinem Partner Blizzard einige seiner Profis für das "Diablo 2"-Remake "ausleihen". Bloombergs Gaming-Experte Jason Schreier sieht aber mehr dahinter. Für ihn ist die Übernahme ein weiteres Zeichen dafür, dass Blizzard kontinuierlich an Autonomie verliert.

Activision duldet kein weiteres Versagen

Laut Schreier soll Vicarious Visions sogar schon seit 2020 zusammen mit Blizzard an Titeln aus dem "Diablo"-Franchise arbeiten, darunter auch das geplante Remake von "Diablo 2", das womöglich den Namen "Diablo 2: Resurrected" tragen wird.

Activision, der Teilhaber von Activision Blizzard, der über die größere Entscheidungskraft im Konzern verfügt, hatte anscheinend Sorge, dass Blizzards Team 1 nach dem MOBA-Flop "Heroes of the Storm" und dem katastrophalen Launch von "Warcraft 3: Reforged" auch das "Diablo 2"-Remake in den Sand setzen würde. Blizzard zog erst Team 1 von der Entwicklung ab und ersetzte es durch das Entwickler-Team, das auch an "Diablo 4" arbeitet. Danach stellte Activision den Blizzard-Mitarbeitern noch die Remake-erprobten Köpfe von Vicarious Vision zur Seite – in der Hoffnung, dass dieses Mal ein gutes Remake dabei herauskommt.

Team 1 scheint hingegen heimlich aufgelöst worden zu sein. Wie Schreiers Bericht zu entnehmen ist, haben sich einige Mitarbeiter aus dem Team auf andere Stellen bei Blizzard beworben. Andere haben die Firma verlassen und sind bei anderen Studios untergekommen.

Releases aller kommenden "Diablo"-Games weiterhin unbekannt

Bisher bekannten Informationen zufolge arbeitet Blizzard aktuell an mindestens drei "Diablo"-Games: "Diablo Immortal", "Diablo 4" und am "Diablo 2"-Remake. Letzteres hat der Publisher offiziell bisher nicht einmal angekündigt und dementsprechend gibt es auch noch kein Release-Datum.

Aber auch die Veröffentlichungstermine von "Diablo 4" und "Diablo Immortal" sind weiterhin unbekannt. Für das Mobile-Game lief im vergangenen Jahr allerdings schon ein Alpha-Test. Zumindest "Diablo Immortal" könnte also bereits in diesem Jahr erscheinen.

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