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Bethesda gibt zu: "Wir wussten, dass 'Fallout 76' Probleme haben wird"

Ganz so fröhlich wie das Mädel im Promovideo waren die meisten Spieler von "Fallout 76" wohl eher nicht.
Ganz so fröhlich wie das Mädel im Promovideo waren die meisten Spieler von "Fallout 76" wohl eher nicht.

"Fallout 76" ist eines der größten PR-Debakel der jüngeren Spielegeschichte gewesen – darüber dürften sich wohl alle einig sein. Selbst Publisher Bethesda gibt nun, über ein halbes Jahr nach Veröffentlichung, zu: Es lief nicht alles rund. Und das war auch schon im Vorfeld klar.

Im Gespräch mit IGN rekapituliert Bethesdas Geschäftsführer Todd Howard den mehr als holprigen Start von "Fallout 76" im letzten November: "Dieses Spiel so weit zu kriegen, war eine sehr schwierige Entwicklung. Wir haben uns auf viele der Probleme vorbereitet, die auf dem Bildschirm zu sehen waren. Wir wussten: Hey, das ist nicht die Art von Spiel, die Leute von uns gewohnt sind, und wir werden dafür Kritik einstecken müssen. Ein Großteil dieser Kritik war gerechtfertigt."

Eigentlich nicht überraschend

Das klingt zunächst nach einem schockierenden Eingeständnis der eigenen Inkompetenz, ist aber eigentlich wenig überraschend: Ein großer Release wie dieser wird vor der Veröffentlichung nach Möglichkeit von vorne bis hinten getestet. Dass "Fallout 76" zum Marktstart von technischen Problemen geplagt war, lag nicht daran, dass die Q&A-Abteilung von Bethesda schlampig gearbeitet hat – sondern daran, dass der Publisher schlicht keine Zeit mehr hatte, die Fehler bis zum Release auszumerzen.

Schließlich stand das Veröffentlichungsdatum schon lange vorher fest und eine Verschiebung hätte massive finanzielle Einbußen bedeutet. Und zuletzt: An große Patches, die die ärgsten Schnitzer in Games korrigieren, haben wir uns mittlerweile ja auch schon gewöhnt...

Denkzettel für Bethesda?

Ich persönlich habe "Fallout 76" nicht völlig verdammt, konnte dem MMORPG-Shooter sogar ein paar durchaus positive Seiten abgewinnen. Aber dass Bethesda sich mit diesem vergurkten Release ein blaues Auge eingefangen hat, ist wohl unstrittig.

Hoffen wir, dass der Publisher seine Lektion gelernt hat – und eisernen Fans, die "Fallout 76" bis heute die Treue halten, mehr in Aussicht stellt als die üblichen Inhalts-Updates. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen Rabatt auf das ganz sicher kommende "Fallout 5" ...?

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