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Bungie ohne Activision: Darum könnte "Destiny 3" wirklich gut werden

Trennung vom großen Publisher: Bungie macht "Destiny" zukünftig alleine.
Trennung vom großen Publisher: Bungie macht "Destiny" zukünftig alleine.
Meru Klee Bezeichnet Games als 'durchgespielt' sobald er die Kampagne durch hat – auch "Black Ops 4".

Das ist ein Paukenschlag in der Gaming-Industrie: Publisher Activision und Entwickler Bungie gehen nach acht Jahren getrennte Wege. Das Studio aus Washington behält dabei alle Rechte an seiner millionenschweren Marke "Destiny". Das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern könnte auch gesund für das kommende Sequel des Shooters sein.

Bungie, das Studio hinter "Destiny" und "Destiny 2" und Publisher Activision gaben ihre Trennung in einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Als Teil der Trennungsvereinbarung steht laut Polygon fest, dass sämtliche Rechte an der Shooter-Marke bei Bungie verbleiben und der Entwickler die Reihe zukünftig selbst vertreiben kann. Ab sofort arbeite man an einem möglichst reibungslosen Übergang, um das Spielerlebnis für die "Destiny 2"-Community nicht durch die Änderungen zu beeinträchtigen.

Trennung nach acht Jahren: Bungie-Mitarbeiter lassen die Korken knallen

Nach acht Jahren Partnerschaft bedankt sich Bungie auch auf der eigenen Website für die Zusammenarbeit mit Activision. Hinter den Kulissen gab es aber offenbar immer wieder Uneinigkeiten zwischen den Entwicklern und den Vermarktern von "Destiny 2". Als die Entscheidung zur Trennung bei Bungie bekannt gegeben wurde, gab es laut Anwesenden Jubel unter den Mitarbeitern und Champagner-Korken flogen, wie Kotaku berichtet.

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Ungeliebter DLC: Vor "Forsaken" wurden die Erweiterungen für "Destiny 2" eher enttäuschend wahrgenommen.

Der Publisher verpflichtete Bungie angeblich vertraglich dazu, jedes Jahr mindestens ein "Destiny"-Spiel oder eine große Erweiterung zu veröffentlichen, was der Qualität des Games nicht immer zuträglich war. Activision war vermeintlich auch die treibende Kraft dahinter, "Destiny 2" zugänglicher für den Mainstream zu gestalten, um die Verkäufe zu steigern. Das führte dazu, dass das Game erst durch die letzte große Erweiterung "Forsaken" die Ansprüche vieler Fans erfüllen konnte.

Bungie kann sich nun mehr Zeit für "Destiny 3" nehmen

Was bedeutet die Entwicklung also für "Destiny 3", das Gerüchten zufolge bereits in Entwicklung ist? Zuerst mal könnte Bungie sich nun deutlich mehr Zeit für die Fertigstellung nehmen. Andererseits muss diese sich auch von den laufenden Einnahmen aus "Destiny 2" refinanzieren, da nun kein Publisher mehr die Kosten deckt. Dafür kann Bungie das neue Spiel nun ganz nach eigenem Ermessen auf seine Fans abstimmen – ohne den Druck, die Ansprüche von Activision erfüllen zu müssen.

Halo
Bungie erfand auch "Halo" – überließ Microsoft bei der einvernehmlichen Trennung allerdings die Marke.

Es wäre also tatsächlich möglich, dass "Destiny 3" der erste Teil wird, der nicht erst durch eine Erweiterung "gefixt" wird – sowohl "Destiny" als auch "Destiny 2" gingen durch einige Veränderungen, bis die Spielerbasis zufriedengestellt werden konnte. Die Trennung von Activision dürfte zu einigen Änderungen an der Entwicklung von "Destiny 3" führen – ob das Spiel also wirklich einen Release-Termin bereits 2020 erhält, wie die Analysten von Cowen & Company nun voraussagen, bezweifle ich daher. Vielleicht wird Bungie sein neues Spiel ja auch über einen längeren Zeitraum über ein Early-Access-Programm von den Fans mitgestalten lassen.

Geld von Dritten: Gibt es im Hintergrund noch weitere Strippenzieher?

Bungie ist über die Jahre zu einem sehr großen Studio mit immens hohen Betriebskosten herangewachsen. Es ist daher auch nicht ganz auszuschließen, dass im Hintergrund bereits Partnerschaften mit anderen Unternehmen im Gespräch sind, um die Zukunft auf sicherere Füße zu stellen. Publisher wie Sony oder sogar Epic Games könnten bereits jetzt Zusagen gemacht haben, um sich ein exklusives Stück Kuchen von "Destiny 3" zu sichern.

Wie und wo der Release von "Destiny 3" dann stattfinden wird, ist unklar. Blizzard gab per Tweet bekannt, dass "Destiny 2" auch weiterhin bei Battle.net verbleiben wird. Das Sequel dürfte dann aber wohl anderswo ein Zuhause finden.

Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, dass "Destiny 3" Konsolen-exklusiv auf der PS5 erscheint und die PC-Version im Epic Store zu haben sein wird – Crossplay inklusive. Aber nagel' mich nicht darauf fest, das ist natürlich reine Spekulation!

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