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"Cyberpunk 2077": Release auf Dezember verschoben

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"Cyberpunk 2077" erlebt die dritte Verschiebung. Bild: © CD Projekt Red 2020

Nach einer erneuten Verschiebung erscheint "Cyberpunk 2077" nun erst im Dezember. Laut dem zuständigen Studio CD Projekt Red brauchen die Entwickler mehr Zeit, um das Rollenspiel auf alle Plattformen zu optimieren. Die Reaktionen fallen erwartbar gemischt aus.

Statt am 20. November schafft es "Cyberpunk 2077" erst am 10. Dezember in den Handel – das hat CD Projekt Red via Twitter bekannt gegeben. Zuvor war das Spiel bereits zwei Mal verschoben worden. Zwar hat das Spiel schon Goldstatus erreicht, existiert also in einer Version, die auf Datenträger gepresst wird. Die Entwickler arbeiten aber nun am Day-0-Patch, der direkt zum Release noch Bugs ausbügelt.

"Cyberpunk 2077" ist fertig, aber die Optimierung braucht mehr Zeit

Weil "Cyberpunk 2077" auf insgesamt neun Plattformen erscheint und die Entwickler die Verbesserungen aus dem Home Office testen müssen, war der ursprüngliche Termin im November laut den Studiochefs Adam Badowski und Marcin Iwiński nicht einhaltbar. Das Spiel läuft zum Release auf PC, PS4, PS4 Pro, Xbox One, Xbox One S, Stadia und via Abwärtskompatibilität auf den Next-Gen-Konsolen Xbox Series X und S sowie PS5. Die erneute Verschiebung erntet in sozialen Medien zum Teil Verständnis, allerdings auch einiges an Wut – bis hin zu vollkommen inakzeptablen Drohungen gegen die Entwickler und Entwicklerinnen, über die Senior Game Designer Andrzej Zawadzki bei Twitter schreibt.

Kritik am CDPR-Management

Fundierte Kritik bekommt CD Projekt Red auch – unter anderem aus der Spieleentwickler-Szene. Das Studio hatte zuletzt bereits sein Versprechen gebrochen, die Arbeit an "Cyberpunk 2077" ohne verpflichtende Überstunden (in der Branche als "Crunch" bekannt) fertigstellen zu wollen und Samstagsarbeit verordnet. Der Bloomberg-Journalist Jason Schreier berichtete allerdings über Crunch-Phasen, die über das verordnete Maß deutlich hinausgingen. Nun geht er davon aus, dass auch die zusätzliche Entwicklungszeit von massiven Überstunden geprägt sein wird. In der Spielebranche ist die wiederholte Verlängerung von Entwicklungszyklen ohne Entlastung der Arbeitskräfte als "death march" (zu Deutsch: "Todesmarsch") berüchtigt.

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