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Epic Games verklagt zwei "Fortnite"-Cheater auf je 150.000 Dollar

Epic Games geht in "Fortnite" gegen Cheater vor.
Epic Games geht in "Fortnite" gegen Cheater vor. (©YouTube/Fortnite 2017)

Der "Fortnite"-Hersteller Epic Games hat zwei Programmierer verklagt, die Cheat-Software für den Multiplayer-Shooter hergestellt und benutzt haben sollen. Laut der Gerichtsdokumente sollen die beiden Männer in Verbindung mit einem Abo-Cheat-Service stehen.

Das Besondere an der aktuellen Anklage wegen "Fortnite" ist, dass nicht nur der Cheat-Dienst an sich, sondern auch die beiden Männer persönlich angeklagt sind. Geklagt wird auf Verletzung des Urheberrechts. Als Strafe droht den Angeklagten eine Zahlung von je 150.000 US-Dollar, berichtet Polygon.

Blizzard hat Schummelsoftware-Hersteller schon erfolgreich verklagt

Spielehersteller wie etwa Blizzard Entertainment sind in der Vergangenheit bereits erfolgreich auf Basis der Verletzung von Urheberrechten gegen die Hersteller von Schummelprogrammen für ihre Spiele vorgegangen. Kürzlich etwa wurde ein deutscher Hersteller von Bots wie "Honorbuddy" in über 42.000 Fällen der Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden, was einer Gesamtschadenssumme von 8,6 Millionen Dollar entspricht.

Die beiden Männer sollen angeblich versucht haben, die Software des Cheat-Dienstes so zu verändern, dass damit die Anti-Schummel-Maßnahmen von "Fortnite" und "Fortnite: Battle Royale" gezielt umgangen werden. Außerdem sollten andere Spieler ebenfalls zum Schummeln gebracht werden.

Epic Games sichert zu, rigoros gegen Cheater vorzugehen

In einer Stellungnahme betonte Epic Games, dass man auch künftig  rigoros gegen Cheater vorgehen werde. "Wenn Schummler etwa Zielhilfen verwenden oder andere Technologien, dann ruinieren sie das Spiel für diejenigen, die fair spielen," so Epic. "Wir nehmen das sehr ernst und werden alle Maßnahmen ergreifen, dass unsere Spiele fair ablaufen."

In diesem Zusammenhang steht auch die Veröffentlichung des neuesten Patches für "Fortnite: Battle Royale", der mit BattlEye eine neue Anti-Schummel-Technologie zum Einsatz bringt. Außerdem ist es ab sofort möglich, Spieler direkt im Spiel zu melden, wenn sie etwa betrügen oder herumtrollen.

Etwas kurios klingt in dem Zusammenhang, dass Epic Games möglicherweise selber eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen droht. Denn Bluehole, Hersteller von "Playerunknown's Battlegrounds" (PUBG) wirft dem US-Unternehmen vor, Inhalte des Battle-Royale-Modus geklaut zu haben. Das Rennen zwischen "Fortnite" und "PUBG" um die Gunst der Spieler erzeugt immer neue Rekorde: In den vergangenen zwei Wochen gab es zehn Millionen Spieler von "Fortnite: Battle Royale" meldet der Hersteller.

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