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Ernsthaft? EA vergleicht Lootboxen mit Ü-Eiern

EA verwendet Lootboxen in mehreren seiner Games.
EA verwendet Lootboxen in mehreren seiner Games.

Sind Lootboxen in Videospielen pures Glücksspiel – oder doch nur virtuelle Überraschungseier? EA behauptet letzteres und vergleicht sein Geschäftsmodell mit dem eines Süßigkeitenherstellers.

Sogenannte Lootboxen haben in den letzten Jahren in immer mehr Spiele Einzug gehalten. In den virtuellen Kisten, die meist als In-Game-Käufe angeboten werden, verbergen sich zufällig zusammengewürfelte Game-Items. Das Prinzip steht jedoch mittlerweile massiv in der Kritik und wurde in ersten Ländern sogar bereits verboten.

Nun hat sich EAs Vizepräsidentin Kerry Hopkins jedoch vor dem britischen Parlament geäußert – und Lootboxen kurzerhand mit Überraschungseiern verglichen. Eine Aufzeichnung der Anhörung gibt es auf der Website Parliamentlive.tv  zu sehen.

EA sieht in Lootboxen kein Glücksspiel

Demnach handle es sich bei den Loot-Systemen, die EA unter anderem in der "FIFA"-Reihe anbietet, nicht um Lootboxen, sondern um Überraschungsmechaniken. Der Publisher versucht damit die Vorwürfe zu entkräften, es handle sich um eine Art verstecktes Glücksspiel, bei dem Kunden Geld für In-Game-Items bezahlen, ohne vorher zu wissen, was sie bekommen.

In mehreren Ländern, darunter die Niederlande und Belgien, gehen die Regierungen mittlerweile gegen Lootbox-Systeme in Videospielen vor, weil sie darin eine At von illegalem Glücksspiel sehen. Publisher wie EA sind dadurch unter Druck geraten und sehen das lukrative Geschäftsmodell bedroht. Immerhin verdienen sie mit ihren virtuellen "Ü-Eiern" jede Menge Geld.

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