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"Far Cry"- und "Crysis"-Entwickler Crytek schließt Studios

Der "Robinson: The Journey"-Entwickler Crytek muss Studios schließen.
Der "Robinson: The Journey"-Entwickler Crytek muss Studios schließen. (©Crytek 2016)

Zuletzt brachte das deutsche Unternehmen Crytek mit "Robinson: The Journey" einen grafisch eindrucksvollen PlayStation VR-Titel auf den Markt – nun folgen Schlagzeilen über unbezahlte Mitarbeiter. Jetzt ziehen die Frankfurter Konsequenzen und schließen bis auf zwei Niederlassungen sämtliche Studios.

Crytek konnte mit Games wie "Far Cry", "Crysis" oder eben "Robinson: The Journey" auch auf internationaler Bühne punkten und entwickelte mit der hauseigenen CryEngine einige spektakuläre Titel. Trotzdem kam es bereits vor Jahren zu Gerüchten über stark verspätete Gehaltszahlungen an Mitarbeiter. Wie Kotaku berichtet, hätten Angestellte in Frankfurt nun erneut drei Monate keinen Lohn erhalten, auch in den Crytek-Büros in Budapest und Sofia sei die Situation ähnlich angespannt. In einer Pressemitteilung reagierte Crytek nun auf die Vorfälle.

Crytek will sich auf seine Stärken fokussieren

Demnach wollen die Frankfurter Entwickler sich nun "auf ihre Wurzeln" konzentrieren, man werde sich vorrangig der Weiterentwicklung der CryEngine und der Arbeit an den eigenen Premium-Marken widmen. Die Standorte in Budapest, Istanbul, Seoul, Sofia und Shanghai werden geschlossen. In Frankfurt und Kiew bleiben die Jobs allerdings erhalten. Die CryEngine wird auch per Lizenz von anderen Entwicklern genutzt und ist damit eine sehr wichtige Einnahmequelle für das Unternehmen, in Kiew entwickeln die ehemaligen "Far Cry"-Macher den Free-to-play-Shooter "Warface".

Laut Eurogamer erhielten die Crytek-Mitarbeiter ihre Oktober-Gehälter erst in der letzten Woche, in den nächsten Tagen sei mit den Zahlungen für November zu rechnen. Die finanziellen Mittel dazu würden wohl durch den Verkauf von "Warface" und dessen Sequel an das russische Unternehmen Mail.ru zustande kommen. Bei der letzten Crytek-Krise im Jahr 2014 verkaufte das Unternehmen bereits sein britisches Studio zusammen mit den Rechten an "Homefront: The Revolution" an den "Dead Island 2"-Publisher Deep Silver.

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