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"For Honor": Spieler-Community will mit Blackout-Event streiken

So wuselig sieht es in "For Honor" typischerweise aus. Am 3. April sollen die Server leer bleiben – aus Protest.
So wuselig sieht es in "For Honor" typischerweise aus. Am 3. April sollen die Server leer bleiben – aus Protest. (©Ubisoft 2017)

Schlechte Kommunikation, Pay-to-Win und wacklige Server: Teile der "For Honor-"Community sind unzufrieden mit dem Schwertkampf-MMO und wollen die Waffen niederlegen. Das Ziel: Entwickler Ubisoft zum Zuhören zwingen.

"For Honor" versprach mit seinen groß angelegten Schlachten zwischen Rittern, Wikingern und Samurai etwas Innovation in Sachen Online-Multiplayer. Knapp eineinhalb Monate nach dem Release hat das Spiel aber mit Problemen zu kämpfen, die einige Spieler ziemlich frustrieren – so sehr, dass sie nun zum Boykott aufrufen: Am 3. April sollen möglichst viele Spieler das Spiel nicht spielen, um Ubisoft mit leeren Servern auf eine Liste von Forderungen und Kritikpunkten aufmerksam zu machen.

"For Honor"-Community droht Ubisoft mit Streik

Im Forum Reddit hat ein Nutzer namens jbaayoun diese Liste zusammen mit dem Aufruf zum Streik stellvertretend für Teile der "For Honor"-Community veröffentlicht. Kritisiert wird unter anderem die Kommunikation zwischen dem Games-Studio und den Spielern, die zu vage ausfalle. Unklar sei außerdem, welche Features und Updates in Zukunft für "For Honor" geplant seien – und ob das Spiel überhaupt eine Zukunft habe. Unzufrieden sind die Spieler weiterhin mit der Bedeutung des Rohstoffs Stahl, der im Spiel für Verbesserungen der Charaktere genutzt wird, aber zu selten sei. Dadurch entstehe das Gefühl, man müsse unbedingt zusätzliches Geld in das Spiel investieren, um Stahl zu kaufen, was "For Honor" in Richtung eines Pay-to-Win-Games bewege.

Ärgerlich: Serverausfall verfälschte Finale des Fraktionskriegs

Eines der nervigsten Probleme, auf das jbaayoun mit dem Streik aufmerksam machen will, ist der desolate Zustand der "For Honor"-Server, der zuletzt für besonders viel Ärger gesorgt hatte: Mitten im Finale der dritten Season des Fraktionskriegs, der als mehrwöchiges Event üppige Boni für die Siegerfraktion verspricht, fielen die Server aus, was die Wikinger laut Reddit daran hinderte, das Spiel noch zu ihren Gunsten zu drehen. Ubisoft entschuldigte sich via Twitter und verlieh als Entschädigung allen Spielern für drei Tage den Champion-Status, der mehr Erfahrungspunkte bringt. Immerhin dieses Problem scheint der Entwickler also auch ohne streikbedingten Blackout auf dem Schirm zu haben.

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