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"Fortnite"-Macher Epic plant eigenen App-Store für Android

Epic will das Steam-Modell in die Mobile-Welt bringen.
Epic will das Steam-Modell in die Mobile-Welt bringen.

Der "Fortnite"-Entwickler Epic will offenbar einen eigenen App-Store für Android an den Start bringen. Dieser könnte zu einer Art Steam für Mobile-Games werden.

Der Publisher Epic Games schwebt dank seinem Mega-Hit von "Fortnite" momentan auf einer gigantischen Erfolgswelle, wie TURN-ON-Kollege Meru bereits treffend kommentiert hat. Diesen Erfolg will das Unternehmen nun offenbar nutzen, um sich ganz neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Nachdem Epic bereits im Dezember einen eigenen Game-Store für den PC an den Start gebracht hat, der Steam Konkurrenz machen soll, hat man laut einem Bericht des Wall Street Journal offenbar nun auch die Mobile-Welt ins Visier gefasst.

Ein App-Store für Games soll kommen

Demnach arbeitet Epic bereits an einem eigenen App Store für Android, in dem Smartphone- und Tablet-Nutzer in Zukunft Games beziehen sollen. Als Vorbild dient Epic dabei wiederum der eigene Titel "Fortnite", der für Android-Geräte nicht über den Google Play Store zu bekommen ist, sondern direkt auf der Website des Publishers heruntergeladen werden muss. Obwohl dieser Schritt eine nicht zu unterschätzende Hürde für Nutzer darstellt, hat dies dem Erfolg von "Fortnite" auf der Android-Plattform offenbar keinen Abbruch getan.

Nun möchte Epic offenbar einen kompletten App-Store nach diesem Prinzip aufbauen und in diesem hochklassige Spiele für Android veröffentlichen – quasi eine Art "Steam für Mobile-Games". Entwickler könnte das Unternehmen dadurch anlocken, dass die Gebühren für das Verkaufen von Spielen und In-App-Käufe geringer ausfallen als etwa im Google Play Store. Sowohl Google als auch Apple verlangen einen Anteil von 15 bis 30 Prozent an den Transaktionen, die über ihre Stores abgeschlossen werden.

Entwickler kehren Apple und Google den Rücken

Während es für Android möglich ist, einen alternativen App-Store anzubieten, ist dies auf Apples iOS-Plattform nicht so ohne Weiteres machbar. Immerhin unterbindet Apple aktiv die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem offiziellen App Store und sichert sich damit ein Monopol über den Vertrieb. Dieses Modell stößt jedoch bei immer mehr Entwicklern auf Ablehnung und mittlerweile trauen sich mehr und mehr Unternehmen, diese Beschränkung einfach zu umgehen.

Mit Spotify und Netflix haben sich mittlerweile schon zwei populäre Streaming-Anbieter dazu entschieden, Abos für ihre Dienste nicht mehr über den App Store zu verkaufen – und umgehen damit die Apple-Transaktionsgebühr.

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