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Gaming-Trend: Deutsche spielen lieber auf dem Smartphone als am PC

Der PC ist nicht mehr die beliebteste Spiele-Plattform.
Der PC ist nicht mehr die beliebteste Spiele-Plattform. (©picture alliance / Li Dong / Imaginechina / DPA 2018)

Handy-Spiele werden von vielen eingefleischten Gamern noch immer eher belächelt. Neueste Zahlen zeigen jedoch: PC-Spiele werden mittlerweile von Smartphones an der Spitze der Beliebtheits-Skala verdrängt. Auch Konsolen verzeichnen als Spiele-Plattform leichten Zuwachs.

Vor nicht allzu langer Zeit gingen Spiele-Publisher davon aus, dass Investitionen in aufwändige PC-Spiele keine gute Idee mehr seien. Stattdessen würde Mobile-Gaming "traditionelle" Videospiele bald ablösen. Alles Quatsch? Zwar ist das Ende der großen Plattformen PC und Konsole bis auf Weiteres lange nicht in Sicht. Dennoch wächst das Interesse an Spielen auf dem Smartphone kontinuierlich, wie der Verband der deutschen Games-Branche "Game" heute vermeldet.

PC ist nicht mehr die beliebteste Spiele-Plattform

Zahlen, die vom Marktforschungsunternehmen GfK ermittelt wurden, zeigen, dass der PC im Jahr 2017 als beliebteste Spiele-Plattform vom Smartphone abgelöst wurde. Zwar nutzen mit 17,3 Millionen Menschen nur etwa Hunderttausend Menschen weniger bevorzugt den PC als im Vorjahr. Das Smartphone aber springt um fünf Prozent von 17,3 auf 18,2 Millionen Spieler und setzt sich somit an die Spitze der Spiele-Plattformen.

Auch PS4, Xbox One und Nintendo Switch können mit etwa 200.000 Spielern mehr einen Zuwachs von einem Prozent verzeichnen. Die Nutzung von Tablets als Spieleplattform dagegen bleibt konstant bei etwa 11,5 Millionen Deutschen stehen. Damit verliert der PC als einzige Plattform Nutzer – wenn auch nur geringfügig. Ob sich hieraus bereits ein Trend ablesen lässt, sei dahingestellt.

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Der große Zuwachs im Bereich Mobile-Gaming ist wohl damit zu erklären, dass hier auch Zielgruppen mit Spielen in Berührung kommen, die sich nicht traditionell als Gamer sehen. Insgesamt beschäftigen sich in Deutschland 34,3 Millionen Menschen mit digitalen Spielen – das ist knapp jeder zweite. Längst ist das Thema Gaming erwachsen geworden und in der gesamten Gesellschaft angekommen: Das Durchschnittsalter der Nutzer beträgt etwa 36 Jahre, knapp die Hälfte sind Frauen.

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