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"Ghost Recon Breakpoint" wird ein Fest für Koop-Fans

"Ghost Recon Breakpoint" legt viel Wert auf Teamplay.
"Ghost Recon Breakpoint" legt viel Wert auf Teamplay.

Der Koop-Modus von "Ghost Recon Breakpoint" entpuppte sich auf der Gamescom 2019 als echter Spaßgarant. Wenige Wochen vor Release macht der Open-World-Taktik-Shooter einen sehr durchdachten Eindruck. Wir haben das Game angespielt und uns blitzschnell mit einer radikalen Neuerung angefreundet.

Nach dem enorm erfolgreichen "Ghost Recon Wildlands" von 2017 bringt Ubisoft Anfang Oktober mit "Ghost Recon Breakpoint" den von vielen Fans erwarteten Nachfolger auf PC, PS4 und Xbox One. Auf der Gamescom in Köln hatten wir nun erstmals die Möglichkeit, den Shooter anzutesten. Dabei durfte ich mich gemeinsam mit unserem Kameramann Marc und zwei weiteren Messebesuchern an einer Koop-Mission versuchen, in der wir einen Wissenschaftler aus einer von Gegnern bewachten Forschungsstation befreien mussten.

In "Breakpoint" hat jeder Charakter "Klasse"

Der Koop-Modus für bis zu vier Spieler, der schon in "Wildlands" das Herzstück bildete und in dem sich die komplette Kampagne bestreiten lässt, steht auch in "Breakpoint" wieder im Mittelpunkt. Allerdings gibt es deutliche Neuerungen: Gleich zu Beginn der Mission bekamen wir etwa unsere jeweilige Klasse zugewiesen. Ich durfte den Supporter Fixit spielen, Marc steuerte den Sniper und die anderen beiden Messebesucher übernahmen die Rollen von Assault und Infiltrator.

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In "Breakpoint" hat jeder Charakter eine spezielle Aufgabe.

Im Vorgänger gab es nur einen einzigen Skillbaum, in dem die Spieler verschiedene Fähigkeiten ihres Charakters verbessern konnten. In "Breakpoint" hat jede Charakterklasse einen eigenen Skill-Tree. Dadurch müssen sich die Spieler von vornherein für einen Spielstil entscheiden. Gleichzeitig führt das dazu, dass nicht mehr jeder alles machen kann, wodurch Zusammenarbeit wichtiger werden soll.

So wird "Ghost Recon Breakpoint"

Im neuen Teil übernimmt der Spieler die Rolle des Ghost-Soldaten Nomad. Dieser strandet mit seiner Einheit, den "Ghosts", hinter feindlichen Linien auf der fiktiven Inselgruppe Aurora. Auf einer riesigen offenen Karte gilt es dann, verschiedene Missionen zu erfüllen und gleichzeitig im Angesicht der feindlichen Übermacht zu überleben. Dabei spielen sowohl Taktik- als auch Survival-Elemente eine große Rolle.

Der Koop-Modus wird der Star der Show

Dass Ubisoft viel Arbeit in den Koop-Modus und die Taktik-Shooter-Mechanik investiert hat, machte sich beim Spielen umgehend bemerkbar. Auch ohne Tutorial und vorherige Abstimmung fanden wir uns alle sofort in unseren jeweiligen Rollen zurecht. Das kooperative Vorgehen klappte beinahe intuitiv und jeder Spieler nahm seine vordefinierte Rolle, so gut er eben konnte, ein. Auch Deckungssystem und Gunplay wirkten in der Anspielversion bereits sehr ausgereift. Dabei bauen die Entwickler eindeutig auf dem sehr stabilen Fundament des Vorgängers auf, sodass sich speziell „Ghost Recon"-Veteranen im finalen Spiel schnell zurecht finden dürften.

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Kooperatives Vorgehen ist das Herz des neuen "Ghost Recon".

In unserer etwa 15-minütigen Anspiel-Session versuchten wir, mit einer Mischung aus Schleichen und Rambo-Vorgehen den extrem gut bewachten Stützpunkt einzunehmen. Dabei konnten wir die Gegner zunächst mithilfe von Flugdrohnen markieren und sie dann entweder gezielt aus der Distanz, durch Anpirschen im Nahkampf oder mit schierer Feuerkraft ausschalten. Unser Erfolgsrezept war sogar besonders brachial: Wir sind zum Schluss mit einem gepanzerten Fahrzeug aus allen Rohren feuernd in die Basis eingerückt. Das genaue Vorgehen überlässt "Breakpoint" dabei den Spielern. Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden ist ohne Taktik aber wohl kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

Schon jetzt lässt sich sagen, dass der Koop-Modus wahrscheinlich der Hauptgrund für viele Spieler sein wird, "Ghost Recon Breakpoint" zu spielen. Natürlich lässt sich die komplette Kampagne auch als Einzelspieler bestreiten, aber das machte schon im Vorgänger viel weniger Spaß als gemeinsame Vorgehen. Persönlich fände ich das Spiel im Singleplayer-Modus sogar recht öde und hätte vermutlich wenig Lust, mich längere Zeit mit dem Titel zu befassen. Den PvP-Modus namens "Ghost War", in dem zwei Viererteams gegeneinander antreten, konnte ich auf der Gamescom leider nicht ausprobieren.

Ausblick: Das Koop-Spiel des Jahres?

Kooperatives Spielen in Shootern hat in den letzten Jahren eindeutig an Attraktivität gewonnen. Titel wie "Apex Legends", "Anthem", Wolfenstein Youngblood" oder das kommende "Gears 5" zielen eindeutig auf Spieler ab, die sich gerne gemeinsam mit anderen ins Gefecht stürzen. Trotz der namhaften Konkurrenz hat "Ghost Recon Breakpoint" jedoch gute Chancen, am Ende zum Koop-Spiel des Jahres gekürt zu werden - der erste Eindruck auf der Gamescom war jedenfalls äußerst vielversprechend. Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass auch technisch zum Release im Oktober alles rund läuft.

Release-Info

"Ghost Recon Breakpoint" erscheint am 4. Oktober 2019 für PC, PS4 und Xbox One.

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