"God of War": Spielen im 4K-Modus bringt nicht immer das beste Bild

Keine Frage: "God of War" sieht gut aus – aber der Unterschied zwischen 4K-Grafik und 1080p ist kleiner als erwartet.
Keine Frage: "God of War" sieht gut aus – aber der Unterschied zwischen 4K-Grafik und 1080p ist kleiner als erwartet. (©Screenshot TURN ON 2018)

Das neue "God of War" ist alleine wegen seiner optischen Präsentation schon beeindruckend. Natürlich unterstützt der Titel auch 4K-Auflösung, aber mit dem Darstellen von entsprechenden Bildern auf der PlayStation 4 Pro scheint das Spiel so seine Probleme zu haben. 

Dass "God of War" als Actionspiel mit viel Bewegung in manchen Momenten keine 30 Vollbilder pro Sekunde in 4K beherrscht, wie das Magazin Polygon festgestellt hat, irritiert doch etwas. Aber die Nutzer einer PS4 Pro haben dafür immerhin zwei Optionen, wie das Spiel dargestellt werden kann.

"God of War" bietet zwei Modi: Leistung & Auflösung

Im Resolution-Modus läuft das Spiel in 4K mit dem so genannten "checkerboard rendering". Im Performance-Modus dagegen wird das Bild mit 1080p gezeigt. Wenn die Konsole nicht an einen 4K-Bildschirm angeschlossen ist, wird im Resolution-Modus automatisch das Supersampling-Verfahren benutzt, um das Spiel mit allen Details auch auf einem Bildschirm mit geringerer Auflösung darstellen zu können. Der Resolution-Modus versucht eine Rate von 30 Vollbildern pro Sekunde zu halten, während der Performance-Modus maximal 60 FPS anpeilt. Wer keine PS4 Pro hat, kann die Grafikeinstellungen übrigens auch sehen, aber nicht verändern.

Höhere Auflösung gleicht Einbußen bei der Bildrate nicht aus

Laut Polygon ist die höhere Auflösung unterm Strich die Einbrüche bei der Bildrate aber nicht wert. Das Spiel verfehlt die angepeilte Frequenz von 30 Bildern im Grafik-Modus recht häufig, sieht aber nicht wirklich besser aus, sodass ein Wechsel in den Performance-Modus den Testern als sinnvolle Variante erscheint. Die Bildrate war hier weitaus variabler und nicht auf 60 Bilder festgelegt, aber das Spiel lieferte meistens deutlich mehr als die 30 Bilder. Das schlägt sich in einer besseren Reaktion auf Eingaben vor allem in den Kampfszenen nieder, wie sich auch in unserem Test von "God of War" gezeigt hat. Um auch ohne 4K-Fernseher den 4K-Modus empfehlenswert zu machen, hätte das zweifellos hübsche Spiel für die Kollegen von Polygon also noch weitaus detaillierter ausfallen müssen – was aber nicht der Fall ist.

Hätte sich "God of War" besser "Horizon Zero Dawn" zum Vorbild genommen?

Dass die PS4 Pro es besser könnte, zeigte im vergangenen Jahr "Horizon Zero Dawn" von Guerilla Games. In dem PS4-Knaller war die Bildwiederholrate in beiden Modi auf 30 FPS begrenzt. Mit der Auflösung  von 1080p im Performance-Modus sollte das Spiel weicher und runder laufen, es blieb aber auch im Resolution-Modus mit 2160p sehr stabil. Die dabei verwendete besondere Checkerboarding-Technologie kam als Eigenentwicklung direkt von Guerilla Games.

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