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Google Stadia: Gekaufte Spiele werden niemals aus Bibliothek entfernt

Bei Google Stadia kommen Spiele ausschließlich aus der Cloud.
Bei Google Stadia kommen Spiele ausschließlich aus der Cloud.

Vor dem baldigen Start von Googles Cloud-Gaming-Dienst Stadia bemüht sich das Unternehmen, etwaige Bedenken aus der Welt zu schaffen. Jetzt stellt Google klar, dass gekaufte Spiele auch dann in der eigenen Bibliothek erhalten bleiben, wenn der Entwickler den Titel wieder aus dem Verkauf nimmt.

Das zumindest erklärte Googles Vizepräsident und Chef von Stadia, Phil Harrison, der Seite IGN im Rahmen eines Presse-Events in London. Harrison räumte damit Bedenken aus dem Weg, dass Kunden des Dienstes für Spiele zahlen könnten, ohne sie im Ernstfall tatsächlich nutzen zu können – etwa, wenn ein Publisher seine Unterstützung für den Cloud-Gaming-Dienst zurückzieht oder den Vertrieb einzelner Games über Google Stadia wieder einstellt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die es offensichtlich wert ist, noch einmal besonders zu betonen. 

"Jetzt kann es, wie wir es in der Vergangenheit gesehen haben, Zeiten geben, dass Entwickler oder Publisher nicht länger die Verkaufsrechte besitzen, um an neue Spieler zu verkaufen", erklärt der Stadia-Boss. "Und das bedeutet", führt er fort, "dass das Spiel nicht mehr für neue Spieler, aber weiterhin für vorhandene Gamer verfügbar sein wird." Der Wandel hin zu einer stärkeren digitalen Distribution macht den Erhalt von Titeln für Spieler immer wichtiger.

Google Stadia geht im Herbst 2019 an den Start

Aktuell können Spiele, die etwa über Steam und Co. erworben werden, auch dann weiterhin von der Festplatte gespielt werden, wenn diese aus dem Angebot gestrichen wurden. Mit Cloud-Gaming jedoch, bei dem die Daten des Spiels einfach aus dem Internet in Echtzeit abgerufen werden, werden die Karten neu gemischt – der Spieler ist hier auf das Wohlwollen des Anbieters angewiesen, da er keinerlei physischen Zugriff mehr auf das Spiel hat.

Google Stadia wurde vor einiger Zeit offiziell vorgestellt und soll im Herbst 2019 als kostenpflichtiger Service an den Start gehen. Spiele können ganz normal wie bei anderen Plattformen gekauft werden, befinden sich aber ausschließlich in der Cloud. Das hat vor allem den Vorteil, dass der Festplattenspeicher nicht belastet wird. Vor allem aber brauchen Spieler keinen leistungsstarken Gaming-Rechner mehr, um aktuelle Titel in hoher Qualität zu spielen. Eine schnelle Internetleitung reicht aus.

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