"Kingdom Come: Deliverance": Entwickler hatten nicht genug Zeit

Wurde "Kingdom Come: Deliverance" unfertig veröfffentlicht?
Wurde "Kingdom Come: Deliverance" unfertig veröfffentlicht? (©Warhorse Studios 2018)
Meru Klee Bezeichnet Games als 'durchgespielt' sobald er die Kampagne durch hat – auch "Black Ops 4".

Obwohl es sich bei "Kingdom Come: Deliverance" um das erste Spiel eines vergleichsweise kleinen Studios handelt, konnte der Release recht viel Aufmerksamkeit auf sich lenken. Das Feedback war allerdings nicht nur positiv: Bugs und Ungereimtheiten im Gameplay sorgten für Kritik. Einer der Entwickler gibt nun zu: Die Zeit war zu knapp!

Mit "Kingdom Come: Deliverance" brachte Warhorse Studios ein Spiel auf den Markt, das im traditionellen Sinne weder ein Triple-A-Game ist, noch ein Indie-Spiel. Executive Producer Martin Klima erklärte nun auf der offiziellen Seite zum Spiel, dass "Kingdom Come: Deliverance" in seinen Augen die Brücke zwischen beidem zu schlagen versucht: "Es ist im Kern ein Indie-Game – härter, anspruchsvoller, rauer – aber was Produktion und Optik betrifft ein Triple-A-Titel".

Der eigene Anspruch: Raues Gameplay, glänzender Look?

Genau in diesem Spagat lagen zum Release aber offenbar die Probleme. Klima weiter: "Ich gebe offen zu, dass ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt, um am Spiel vor dem Release zu feilen. Denn das ist es, was Triple-A-Spiele verdienen." Andererseits findet Martin Klima Vergleiche zu Titeln wie "Assassin's Creed: Origins" oder "Mittelerde: Schatten des Krieges" falsch: "Wir hätten ganz einfach nicht die Ressourcen, solche Spiele zu machen."

Fehlentscheidungen & Patzer: Warhorse muss nun mit Updates fixen

Gleichzeitig gesteht der Entwickler Fehler bei "Kingdom Come: Deliverance" ein: "Wir – ich – habe sicherlich Fehlentscheidungen und Patzer zu verantworten. Wir haben Zeit und Energie an Dinge verschwendet, die wir dann völlig aufgeben mussten. Wir mussten im letzten Jahr viele Überstunden machen." Gleichzeitig war laut Klima aber auch nicht alles schlecht, vor allem hätten in den sechs Jahren Entwicklungszeit nur wenige Mitarbeiter das Studio verlassen. Die offenbar guten Verkaufszahlen und vielen Spieler zeigen, dass die Arbeit nicht umsonst war – nun muss sich das Team auf Patches konzentrieren, um "Kingdom Come: Deliverance" zu perfektionieren.

Mehr dazu
"Kingdom Come: Deliverance" erschien am 13. Februar 2018 für PC, Xbox One und PS4. In unserem Anspiel-Test erfährst Du alles wichtige zum Spiel, gleichzeitig liest Du hier wie ein Mod den Release gerettet hat.

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