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Lizenzstreit bei EA: "Star Wars"-Games bald von Activision & Ubisoft?

Die Macht ist nicht mit den "Star Wars"-Spielen von EA ...
Die Macht ist nicht mit den "Star Wars"-Spielen von EA ... (©Electronic Arts 2017)

Die Kontroverse um "Star Wars: Battlefront 2" könnte für Electronic Arts (EA) ein ernstes Nachspiel haben: Offenbar denkt Disney darüber nach, dem Publisher die Lizenz zu entziehen. Verhandlungen mit der Konkurrenz sollen schon laufen.

Seit 2013 hat EA die Exklusiv-Lizenzrechte für "Star Wars" und darf daher als einziger Publisher Spiele rund um die von Disney verwaltete Sternensaga veröffentlichen. Sonderlich positiv wirkte sich der Deal bislang aber nicht aus: "Star Wars: Battlefront" blieb im Jahr 2015 hinter den Erwartungen zurück und musste per DLC dringend benötigte Inhalte nachliefern. Der Nachfolger "Star Wars: Battlefront 2" sollte alles besser machen und setzte sich mit einer Lootbox-Kontroverse erst so richtig in die Nesseln – Verbots-Diskussionen und abstürzende Börsenkurse inklusive. Die Entwicklung eines weiteren "Star Wars"-Games wurde verschoben und das verantwortliche Studio Visceral geschlossen. Nun hat Disney gerüchteweise die Nase voll von den Scherereien.

Könnte Disney EA die "Star Wars"-Lizenz wegnehmen?

Der Entertainment-Riese soll sich laut einem Insider-Report von Cinelinx nach Alternativen zur Zusammenarbeit mit EA umsehen. Natürlich kommt dabei zunächst die direkte Konkurrenz infrage: Sowohl Ubisoft als auch Activision sollen demnach bereits von Disney kontaktiert worden sein. Cinelinx spekuliert über eine mögliche Klausel im Vertrag zwischen EA und Disney, die es dem Lizenzgeber erlauben könnte, das Geschäftsverhältnis unter bestimmten Umständen vorzeitig aufzukündigen. Bei einem riesigen Franchise wie "Star Wars" wäre eine "Reißleine" dieser Art nicht ungewöhnlich.

Wie immer bei Insider-Gerüchten ist allerdings auch in diesem Fall Vorsicht angebracht. So ist alles andere als gesichert, dass die "Star Wars"-Lizenz nun von EA zu einem anderen großen Publisher wandert. Überraschend käme dieser Schritt allerdings nicht unbedingt.

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